Hinweise zur Gehäusebelüftung

  • Autor: Lumen

    Hinweise zur Gehäusebelüftung

    Dieser Thread dient dem Abschätzen zur Notwendigkeit von Gehäusebelüftung. Das Testsystem entspricht in etwa dem Durchschnitt der momentanen PC´s, und dürfte ableitbare Grundgedanken wiederspiegeln.
    Wichtig: Es geht hierbei nicht darum wie heiß welche Kompoenten ist, oder wie toll oder schlecht ein Bauteil ist, es geht nur um die nüchternde Temperatursenkung im Gehäuse durch dessen Belüftung.

    Das System im Einzelnen:
    Prozessor: AMD XP 2800+ Barton, übertaktet auf 2.25Ghz bei 180Mhz Systemtakt, Multi fest bei 12.5, VCore Standard 1.65V
    Prozessorlüfter: Thermaltake Polo735 Vollkupfer, 2200-3000rpm.
    Mainboard: Asus A7N8X-E Deluxe Bios 1.13, leider nur CPU Sockeltemp. auslesbar anstatt der CPU internen Diode.
    Arbeitsspeicher: 2x512MB Infineon synchron bei 180Mhz mit CL 2.5-3-3-7
    Grafikkarte: Sapphire 9600pro mit Arctic VGA Silencer, übertaktet auf 465 Mhz Kern, und 310Mhz Speicher
    Festplatte: Seagate Barracuda V 120Gb 7200rpm, ATA100, 8Mb Cache
    Laufwerke: Toshiba 16xDVD ROM und Plextor PlexWriter Premium 52/32/52
    Netzteil: BeQuiet 350W Doppellüfter 80mm
    Gehäuse: Chieftech CS-601B, mit selbstgebauter Schalldämmung.
    Gehäuselüfter
    1x Revoltec Dark Blue 80mm hinter Festplatte (Frischluft)
    1x Arctic pro TC LED Lüfter 80mm (Frischluft, selbstregelnd)
    2x Revoltec Dark Blue 80mm Rückseite, Abluft
    1x Revoltec Dark Red 80mm über den Laufwerken, Abluft nach vorne.
    Für die Temperaturmessung wurde Speedfan benutzt, die Revoltec Lüfter werden mit 5V betrieben und werden durch das Netzteil geregelt wenn nötig.
    Temp1: Prozessorsockel
    HD0: Festplatte per SMART Auslesung
    Temp: Northbridge des Mainboards

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    [Blockierte Grafik: http://www.paules-pc-forum.de/infothek/artikel/hardware/allgemein/gehauesebelueftung/pur.jpg]

    Die ohnehin hohen Temperaturen werden durch Last noch weiter erhöht. Die interne CPU Temperatur dürfte deutlich höher sein, pauschal sind 7-10°C anzusetzen.
    Dieses Bild dient als Ausgangspunkt der Messung.

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    [Blockierte Grafik: http://www.paules-pc-forum.de/infothek/artikel/hardware/allgemein/gehauesebelueftung/abluft.jpg]


    Das Einbringen von 3 Gehäuselüftern die nur warme Abluft aus dem Gehäuse schaffen bringt eine deutliche Besserung, dieses Ergebniss ist häufig schon genug.
    Nutzt man nur ein Gehäuselüfter für die Abluft dürfte das Resultat entsprechend weniger positiv ausfallen.

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    [Blockierte Grafik: http://www.paules-pc-forum.de/infothek/artikel/hardware/allgemein/gehauesebelueftung/frischluft.jpg]

    Auch nur Frischluft bringt eine deutliche Besserung mit sich, und ist der reinen Abluftversion ebenwürdig. Die Festplatte sowie das Mainboard sind erwartungsgemäß etwas kühler da sie im Luftstrom liegen.

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    [Blockierte Grafik: http://www.paules-pc-forum.de/infothek/artikel/hardware/allgemein/gehauesebelueftung/komplett5V.jpg]
    Frisch- und Abluft erzeugen die größte Temperatursenkung.
    Aber auch dieses System stößt sehr schnell an seine logischen und Leistungsgrenzen, das merkt man in der nur noch sehr leichten Änderung.

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    [Blockierte Grafik: http://www.paules-pc-forum.de/infothek/artikel/hardware/allgemein/gehauesebelueftung/komplett12V.jpg]


    Erhöht man die Lüftergeschwindigkeit um ca 100% hat man zwar leichte Verbesserungen, aber der Lärmpegel wird sehr unangenehm.

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    Ergebnis:
    Sowohl Frischluft als auch Abluft senkt die Temperatur deutlich.

    Frischluft bietet sich vor allem für hitzköpfige Festplatten und Mainboards an.

    Abluft unterstützt Netzteile und befördert die heiße Abluft von zB
    Grafikkarten sehr effektiv nach draussen.

    Prozessortemperaturen profitieren immer von Belüftung.

    Kombinierte Einrichtungen sind nur im Ernstfall notwendig, andere Möglichkeiten reichen in den häufigsten Fällen aus.

    Belüftung hat vor allen langwierige Sicherung der Komponenten auf sich, soll Wärmespitzen dämpfen und leistet im Sommer wertvolle Dienste.

    Ein 120er Lüfter ersetzt gleichweritg zwei 80er, bei gleichen Fördervolumen und weniger Lärm.

    Ein Luftstrom an sich genügt um die Hitze abzutransportieren, schnelle laute Lüfter sind nicht notwendig. Die sehr geringe Temperaturverringerung steht in keinem Verhältnis zum Lärm.

    Eine Wasser- oder Kompressorkühlung ersetzt keine Gehäuselüftung, da sie nur bestimmte Dinge kühlt. Kondensatoren und andere Bauteile werden durch den fehlenden Luftstrom wärmer.

    Hinweise:
    Abweichungen der Anwendungsbeispiele sind natürlich immer möglich. Jedes System sieht ja anders aus. Also immer Problembezogen agieren!
    Die Suche oder das Probieren bis zum zufriedenstellenden Ergebnis ist äußerst erwünscht.

    Die Werte sind natürlich nicht in einem klimatisierten Raum mit geeichten Messinstrumenten durchgeführt, entsprechende Fehlertoletanzen sollten also bedacht werden. Grundlegend ist jedoch abzusehen wie welche Maßnahme wirksam wird.

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