Wackelkontakt am Power-Switch, Systemzeit verändert und Reboot

  • Hallo alle zusammen,

    ich habe mir vor einiger Zeit einen PC in
    Einzelteilen bestellt und selber zusammengebaut (Komponenten tun glaub
    ich nix zur Sache, kann ich aber ggf. auch noch angeben). Er läuft
    mittlerweile komplett flüssig, wenn er denn mal läuft. Ein paar Probleme
    bleiben nämlich:

    1. Ich habe einen Wackelkontakt bei der
    Verbindung zwischen den Pins des Mainboards und dem
    Power-Switch-Steckers des Gehäuses. Es ist wiegesagt ein Wackelkontakt,
    er springt also oft auch an, ist aber nervig, den jedes mal wieder
    aufmachen zu müssen.
    Wichtige Infos dazu:
    - Der Stecker ist
    richtigrum angesteck, habe ich im Handbuch des Mainboards schon
    nachgeschaut, andersrum springt er garnicht an.
    - Das Gehäuse liefert
    ein Kabel auf dem "Reset SW" steht, obwohl es keinen Reset-Switch hat,
    der aber schon ziemlich komische Reaktionen beim booten hervorgerufen
    hat, von anspringen ohne Knopfdruck bis Anspringen des Bildschirms,
    momentan ist er aber ausgesteckt.
    An was wird das liegen? Mainboard
    oder Gehäuse? Was kann ich abgesehen von Zurückschicken dagegen machen,
    was kann man allgemein gegen Wackelkontakte machen? An der
    Stromversorgung wirds nicht liegen, bin noch nie abgestürzt. Und an der
    CMOS-Knopfzelle wirds auch nicht liegen, oder? Traue mich nicht, die
    rauszunehmen und zu testen

    2. Die Systemzeit wird manchmal um ein
    paar Stunden zurückgesetzt, ich glaube das hängt mit dem
    nicht-anspringen zusammen. Könnte da ein Zusammenhang bestehen, hier
    vielleicht die CMOS-Knopfzelle, die ja für die Stromversorgung der Uhr
    zuständig ist - ein BIOS-Reset würde ich aber schnell bemerken, oder?
    Ist aber ziemlich nervig, wenn man immer auf die falsche PC-Uhr schaut.

    3.
    Wenn ich meinen PC neu starte, fährt er normal runter, beim hochfahren
    bleibt der Bildschirm aber schwarz, kriegt einfach kein Signal.
    Sehe
    keinen Zusammenhang, außer dass mein alter PC das selbe Problem hatte,
    wenn man ihn zu schnell nach Herstellen der Stromversorgung (bei mir
    Hauptsteckerleiste) hochgefahren hat.

    4. Wenn ich das eine
    USB-Frontpanel-Kabel des Gehäuses ins Mainboard stecke, steht beim
    booten vor dem BIOS-Bildschirm ein weißes "C9" in der rechten unteren
    Ecke eines schwarzen Bildschrims und er bootet nicht. Ich habe die
    Fehlermeldung nachgeschlagen, sie steht für - wer hätte es gedacht -
    USB-Erkennung, Lösung habe ich allerdings keine, ist n bisl nervig,
    nutzlose Stecker am Frontpanel zu haben ;)

    Ich danke schonmal im Vorraus für Antworten/Anregungen/Lösungen,
    Cloud

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    Hinweis:

  • Hier stimmt etwas ganz und überhaupt nicht!
    Bei einem Power-Switch handelt es sich um einen Tastkontakt, der beim Drücken geschlossen wird. Da gibt es keine Polarität, sodass es vollkommen egal sein sollte, in welcher Richtung der Stecker aufgesteckt ist. Beim Reset-Schalter ist das im Prinzip genauso...

    Welches Board und Gehäuse sind das genau?

    Nicht verzagen. Kato fragen!
    Wo geholfen wird, da fallen Späne...

  • Hallo Kato,

    danke für die schnelle Antwort:
    Das wären das MSI Z87-G43 Mainboard und das Sharkoon BD28 blue Edition Gehäuse. Das mit der Richtung: Es standen in der Anleitung des Mainboards bei der Übersicht über diesen 10pin-Block ein + und ein - Pol drin, vielleicht wäre er mit genug probieren auch andersrum angesprungen, am Stecker vom Gehäuse war aber die Seite markiert, mit der man den + Pol verbinden sollte.

    Cloud

  • Okay, versuchen wir das mal gemeinsam zu kontrollieren.
    Dies müsste der etwas unübersichtliche Auszug aus dem Handbuch sein:
    [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/09.08.14/5dguykulu2bh.jpg]

    Die LEDs und Schalter des Gehäuses werden auf den Verbinder mit der Bezeichnung JFP1 - also den linken der beiden rot umkringelten - aufgesteckt.
    Dabei ist zu beachten, dass sie nicht etwa die obere und untere Seite verbinden, sondern längs aufgesteckt werden, wie in dieser Darstellung farbig gekennzeichnet:
    [Blockierte Grafik: http://ww2.justanswer.com/uploads/space1…0616_9pin_2.jpg]

    Beim Reset- und Power-Switch (^On/Off) ist die Ausrichtung - wie schon erwähnt - normalerweise nicht zu beachten, da es keine Polarität gibt. Nur in seltenen Ausnahmefällen (z.B. wenn der Reset-Anschluss nur einen Draht aufweist), kann die Richtung dieser Stecker von Bedeutung sein. Bei Deinem Sharkoon Bulldozer ist das aber sicher nicht der Fall. Hier stecken nämlich zwei weit entfernte separate kleine Taster in der Kunststofffront. Von jedem gehen zwei Adern zum jeweiligen Stecker. Soweit ich das z.B. auf dieser Abbildung erkennen kann, gibt es keine Verbindung zwischen den Tastern oder zu anderen Baugruppen oder gar zur Gehäusemasse.

    Bei den LEDs ist die Polarität dagegen zu beachten. Der Pluspol weist hier an den Rand des Verbinders und bei den Steckern des Gehäuses ist dieser meist auf die farbige Ader gelegt. Notfalls kann man es aber auch durch Ausprobieren feststellen. Eine falsch gepolt aufgesteckte LED leuchtet einfach nicht.

    Dein Gehäuse hat übrigens sehr wohl einen Reset-Taster. Er befindet sich links neben dem zweiten Laufwerksschacht an dessen rechter Seite sich auch der Power-Schalter findet. Soweit ich das aus den Abbildungen beurteilen kann, muss er wohl mit einem spitzen Gegenstand durch eine kleine Öffnung betätigt werden...

    Falls die oben beschriebenen Kabel bereits korrekt aufgesteckt sind, solltest Du testweise mal alle anderen Frontanschlussverbinder (USB und Audio) abstecken und testen, ob die Probleme immer noch bestehen.

    Und falls tatsächlich der Power-Taster nur in einer Ausrichtung des Steckers funktioniert und sein Stecker auch zwei Drähte hat, könnte der Fehler in einem Kurzschluss zum Gehäuseblech bestehen. Vielleicht wurde das Kabel beim Aufstecken der Frontblende irgendwo eingeklemmt oder im Verlauf durch das Gehäuse an einer scharfen Kante beschädigt...
    Oder es stimmt etwas mit den Lötkontakten des Schalters nicht.
    Notfalls müsstest Du mal die Frontblende abnehmen und uns ein Foto von der Verkabelung auf der Innenseite der Blende schicken...

    Nicht verzagen. Kato fragen!
    Wo geholfen wird, da fallen Späne...

    3 Mal editiert, zuletzt von Kato Fuji (9. August 2014 um 02:25)

  • Ja, die Abbildung kenne ich, das ist die aus meinem Handbuch, und weil da Polaritäten eingezeichnet sind, hab ich sie einfach mal beachtet^^. Die sind eigentlich schon richtig angesteckt, wenn ich die komplett falsch eingesteckt hätte, wäre er ja glaub ich garnicht angesprungen. Einen der USB-Anschlüsse habe ich bereits ausgesteckt, weil er vor dem BIOS-Bildschirm immer für einen Absturtz mit Fehlercode "C9" (USB nicht erkannt) gesorgt hat, eine LED hab ich auch angesteckt, die Wunderbar funktioniert, und dass der unabhängig davon, was ich noch alles angesteckt hab, mal anspringt und mal nicht, deutet für mich eindeutig auf einen Wackelkontakt hin, ich weiß bloß nicht, wie ich den am besten stabilisieren sollte. Aber sehr gut, jetzt weiß ich auch, wo bei mir der Reset-Schalter ist :)

  • Mach uns doch bitte mal ein Foto von der Verkabelung.
    Und wenn möglich auch eines von der Innenseite der Frontblende.
    Idealerweise sollte man auf den Bildern die Kabel komplett nachvollziehen können.

    Ein Wackelkontakt am Board ist ausgesprochen unwahrscheinlich, weil die Pins des Pfostenverbinders massiv in das Multilayerboard eingelötet sind. Ein Problem am Board könnte höchstens durch falsche Montage (z.B falsch positionierte Boardverschraubungen) oder Fehlkonakte zum Gehäuseblech bestehen.
    Bei Deiner Fehlerbeschreibung müsste das Problem eher auf Seiten der Gehäuse-Kabel liegen.
    Die kleinen Steckschuhe des Steckers sind zum Beispiel nur aufgepresst. Da kann es bei mechanischer Überlastung (z.B. zu starkes ziehen am Stecker) zum teilweisen Herausrutschen der Litze kommen. Das Kabel könnte innerlich angerissen sein. Die Lötstellen am Tastschalter selbst könnten beschädigt sein oder mangels ausreichener Isolierung mit dem Gehäuseblech in Kontakt gekommen sein...

    Das Beste wären - wie gesagt - ein paar Fotos, damit wir das mal genauer ansehen können...

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  • Ok, danke für den Hinweis, ich kann mal schauen, was ich hinsichtlich Fotos machen kann, könnte aber etwas dauern, können wir währrenddessen mit den anderen Problemen weitermachen? Woher könnte zum Beispiel das mit der Systemzeitänderung kommen? Habe ich da ein Problem mit der Knopfzelle, oder an was könnte das liegen und könnte das mit dem anderen Problem zusammenhängen? Ich denke ja nicht.

  • Ich denke schon!
    Es könnte ein Grundproblem sein, das alle diese Probleme auslöst oder ausgelöst hat...
    Wie ist es denn z.B. um Deine Boardverschraubung bestellt?
    Wurden alle neun Verschraubungspunkte benutzt?
    Sind vielleicht Hülsenschrauben (die Gewindebolzen im Blech an denen das Board verschraubt ist) an Stellen verblieben, die gar nicht zur Verschraubung gebraucht werden?
    Stoßen irgenwelche Lötstellen des Boards an das Boardträgerblech?
    Hat das I/O-Shield richtig gepasst oder sind die Anschlüsse irgendwie versetzt?
    Sind eventuell irgendwelche kleinen Blechfedern des I/O-Shields in einen Anschluss geraten?

    Dann ist noch die Frage, warum der Anschluss eines USB-Verbinders einen Startfehler verursacht hat.
    Welcher Anschluss auf dem Board war das und welches Gehäusekabel steckte da drauf?
    War an dem korrespondierenden Anschluss etwas (irgendein USB-Gerät) eingesteckt?

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  • Also zur Mainboard-Verschraubung: ich hab eine Schraube rausgelassen, weil ich zu faul war, sie anzuschrauben, hat aber bei der Verkabelung keine Probleme bereitet, aber die Verschraubungsplätze die da waren, sind alle verwendet worden. Lötstellen berühren Dank Abstandshaltern nix, und das I/O-Shield passt wunderbar. Ich sehe zumindest keine Plättchen, die reinragen könnten, das wäre aber auch ein bisschen krass, wenn DAS die Probleme verursacht :D Der "C9"-Fehler kommt, wenn ich den Gehäusestecker mit Aufschrift "USB" vom Frontpanel (die USB 2.0 Anschlüsse) in "JUSB1" vom Mainboard stecke, während aber nix dranhängt.

  • Wenn der Stecker nicht irgendwie versetzt aufgesteckt war, sollte das nicht passieren können...

    Ich warte mal auf die Bilder...

    Nicht verzagen. Kato fragen!
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  • So, Fotos kommen noch heute Abend, die muss ich aber noch bearbeiten, denn man erkennt zu wenig, ich habe das Frontpanel nämlich nicht ausbauen können/wollen, ich glaube ja auch nicht, dass es daran liegt. Die Fotos sind aber dennoch nützlich, keine Angst. Mir ist allerdings was neues aufgefallen: Ich glaube, dass jedes mal, wenn er nicht anspringt, auch die Systemzeit stehen geblieben ist, zum Beispiel heute umd 10:13 am Morgen. Diese Regelmäßigkeit kann ich aber nicht garantieren, ich beobachte es weiter. Heute ist er dann übrigens glaube ich angesprungen, als ich den Stecker zum SYSFAN2-Steckplatz berührt habe. Schreib(t) bitte, wenn ihr die Fotos nicht braucht, ansonsten kommen die auch noch.

  • Nur zur Dokumentation: Heute ist der PC wieder nicht angesprungen, die Uhr stand auf 4:25 diesen Tages, und er ist einfach nach langem Drücken des Schalters angesprungen, das könnte was ganz anderes bedeuten, oder?

  • Ich hatte, nachdem wieder etwa 2-6 Stunden (es dauert jedes Mal gleich lang, ich hab bloß vergessen, auf die Uhr zu schauen), nachdem ich den PC ausgemacht hatte, die Zeit stehen geblieben ist und der PC nicht an ging, einfach diese Nacht den Strom angelassen - und ZACK, Zeit da, springt gleich an. Mein PC hängt nämlich an einer großen Steckerleiste, die ich aus Stromspargründen immer über den großen Hauptschalter ausschalte. Und an dem Tag, als er nicht angesprungen ist, hab ich einfach eine ganze Weile gewartet, dann hat das Netzteil einen undefinierbaren, sehr leisen Laut von sich gegeben, und dann ist er angesprungen... Kann sich das wer erklären, und wo liegt der Zusammenhang mit der Systemzeit? Das BIOS bleibt gespeichert, so ists nicht.

  • Könnte da ein Zusammenhang bestehen, hier
    vielleicht die CMOS-Knopfzelle, die ja für die Stromversorgung der Uhr
    zuständig ist - ein BIOS-Reset würde ich aber schnell bemerken, oder?


    Die CMOS-Batterie ist nicht nur für die Stromversorgung der Uhr zuständig.
    Auch der PC selbst braucht eine Batterie, die den Strom dafür liefert, dass die zentrale Konfiguration auf Systemebene gespeichert bleibt. Hierbei handelt es sich um die Einstellungen, die im BIOS vorgenommen werden. Das sind etwa Datum und Uhrzeit, aber auch die Vorgabe, ob von Festplatte, DVD-Laufwerk oder USB-Stick gestartet werden soll und welche Festplatten eingebaut sind. Wenn diese Speicherbatterie erschöpft ist, erkennt der Computer seine Bauteile nicht mehr richtig .

    Zitat

    Das BIOS bleibt gespeichert, so ists nicht.

    Was dagegen spricht dass die CMOS-Batterie erneuert werden muss.

  • Und was hat das mit dem Netzteil zu tun?


    Tja, da kann ich auch mein Leid klagen.
    Kurz bevor sich mein Netzteil damals verabschiedet hat hatte ich auch einige ominöse Anzeichen, leider schon vergessen was es konkret war.
    Standby funktionierte nicht mehr richtig, z.B.

  • Was meinst du damit? Oder wozu willst du meine Postleitzahl wissen?

    PS: Danke für die Mühe bisher, ich kommer leider erst in 2 Wochen wieder, bin jetzt erstmal im Urlaub :)

  • So, bin (nicht erst jetzt eigentlich^^) wieder da, habe das Problem immer noch nicht gelöst, der Computer springt immer dann nicht an, wenn er zu lange nicht am Strom hing (meistens so ~20h, bei nur ~14h springt er meistens noch an), und auch immer dann wird die Systemzeit zurückgesetzt. Er springt dann wieder an, wenn man ihm für ~3min wieder Strom gibt. Man muss und kann in der Zwischenzeit garnichts machen. Was meint ihr?

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