Sind verschlüsselte Verbindungen, Virensicher?

  • Hallo zusammen.

    Ich habe den Virenschutz "Microsoft Security Essentials". Schon viele Jahre bin ich damit zufrieden bezw. es gab keine Probleme. Ansonsten habe ich die Windows-Firewall und den Router W724V. BS-Win 7 Home 64 Bit.
    Ich mache Online Banking, die Verbindung ist natürlich verschlüsselt. Reichen da meine Sicherheiten aus :??: Ich habe bis jetzt immer geglaubt, das würde reichen. Ich bin mir aber nicht mehr sicher. :roll: Wie seht Ihr das. Muss im Virenprogramm ein Bank Guard vorhanden sein?! Ich glaube in einer Kaufversion wird das angeboten.

    MfG tobbi

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

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  • Nutze seit über 14 Jahren Online Banking, hatte schon mit Windows XP niemals ein Problem, trotz einfacher kostenloser Antivirussoftware, und die Windowseigenen Schutzmaßnahmen.

    Und dies unter wie gesagt Windows XP Home/ und Pro nicht, Vista, Windows 7, Mac OSX Leopard bis aktuell Yosemint, mit Firefox nicht, Google Chrome nicht, Safari, Firefox Portable, ...

  • Nutze seit über 14 Jahren Online Banking, hatte schon mit Windows XP niemals ein Problem,

    Das hat nichts zu sagen.
    Die Zeiten haben sich enorm/total geändert. Die kriminelle Energie, um an Bankdaten zu kommen, ist enorm gewachsen.

  • Hallo IdefixWindhund.

    Danke für deine klare Aussage. :) Das beruhigt mich sehr, dass Du auch mit den Angebotenen freien Programmen arbeitest. Gans wichtig ist natürlich, dass man selber vorsichtig ist und nicht unnötige Sachen anklickt. ;) Ich denke ich werde auch alles so lassen wie es ist, weil ich auch schon Jahre lang mit meinen Schutzeinrichtungen gut zu recht komme.

    Es Grüßt, tobbi

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • Hallo Eisbär.

    Da hast Du natürlich recht. Was schlägst Du denn vor. Ich denke man kann sich noch so gut absichern, ob es hilft weiß man nicht. Wie heißt ist so schön: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Dein Vorschlag würde mich schon sehr interessieren. :)

    LG tobbi

    Das hat nichts zu sagen.
    Die Zeiten haben sich enorm/total geändert. Die kriminelle Energie, um an Bankdaten zu kommen, ist enorm gewachsen.

    Die Welt hat Rätsel, aber ebenso viele Lösungen.

  • @tobbi
    Ich kann dir da keinen Tipp geben. Seit dem ich ein Google-Smartphon habe, ist meine behütete Sicherheit vom PC eh im Ars...
    Alles, was ich bisher am PC erfolgreich sperren konnte, ist jetzt freigegeben und schwirrt unkontrollierbar im Netz rum.

    Aber wie sagt man so schön, wer das eine will, muss das andere mögen.

  • Das hat nichts zu sagen.Die Zeiten haben sich enorm/total geändert. Die kriminelle Energie, um an Bankdaten zu kommen, ist enorm gewachsen.

    Genauso haben sich Betriebssysteme, und Antivirenprogramme, sowie die Verschlüsselungen der Bank verändert. Oder hat sich bei dir die Welt 14 Jahre lang nicht weiter entwickelt? Man muss auch beide Seiten betrachten, und nicht nur die, worauf man gern was dazu Unterstellen möchte. ;) Aber das ist eher ein allgemeines Forumthema, und will hier kein Streit vom Zaun brechen.


    @tobbi
    Ich kann dir da keinen Tipp geben. Seit dem ich ein Google-Smartphon habe, ist meine behütete Sicherheit vom PC eh im Ars...
    Alles, was ich bisher am PC erfolgreich sperren konnte, ist jetzt freigegeben und schwirrt unkontrollierbar im Netz rum.

    Du gibst also doch zu, dass sich doch was in der IT Welt getan hat :D :D :D


    Ich sage mal so, diese Panik mit und am Computer ... seit ihr im realen Leben auch so? Rennt mit Mundschutz, ne hoch dosierte Antibiotika Spritze, und eine Zyankali Kapsel für alle Fälle, durch die Gegend? Der Computer ist kein menschliches Wesen dass sich nur in der Straßenbahn/ Bus/ Zug ... anniesen lassen muss, damit er schon krank wird. Computer stehen auch nicht nackich im Kuhstall (Symbolisch für Internet) und schreien "Viren/ Bakterien hier bin ich!".

    Man sollte mal dieses sture denken abstellen "Ich bin im Internet, ich bekomme 101% ein Virus!" Ein aktuelles Betriebssystem, mit allen aktuellen Updates, mit ebenfalls ein aktuelles Antivirenprogramm das aktuelle Updates und Virendatenbanken installiert hat reicht meist völlig aus. Benutzt man beim Surfen noch den eventuell vorhandenen gesunden Menschenverstand wird man sich sehr schwer tun was einzufangen.

    Wer alles Torrents, oder vergleichbare Downloadplattformen, und Programme/ Dateien aus dubiosen Quellen herunter lädt, und möglichst alles ohne nachhaken installiert, und öffnet, dem kann auch keine Internet Security der Welt helfen. Wer sein PC vernachlässig, keine Updates installiert, oder gar ohne Antivirusprogramme, Firewall, oder ähnliches ins Netz geht, oder mit veralteten Betriebssystem wie Windows XP ohne ein Service Pack, und älter, dem kann auch niemand mehr helfen.

  • Daran kommst du nicht vorbei. Auch wenn du versuchst es noch so schön zu reden!

    Ich rede nichts schön, ich mache nur nicht auf Panikmache. Ich weiß dass die Welt böse, und sehr schlecht ist. Aber dieser Fakt bestimmt mein leben nicht. Meine Computer geht es seit Jahrzehnten gut. Ich habe den Iloveyou Virus überlebt, ich habe den Bundestrojaner maximal auf Arbeit auf Kunden PCs kennen gelernt, Ich habe sämtliche andere Computerviren der letzten 10 Jahre überlebt. Und sehr speziell Internetbanking, wie gesagt, seit über 14 Jahren nicht 1x was gehabt.

    Nach mancher Meinung müsste ich schon 20x befallen gewesen sein. Das ist wie zu sagen, wer Auto fährt, ist früher oder später in einem Unfall verwickelt, oder ist direkt an einem beteiligt. Das nenne ich Panik machen. Mit der Angst der anderen spielen. Es gibt genug Beweise dass es nicht so schwarz, und schlecht ist, wie andere es gerne sehen.

  • Problem bei der Sache ist:
    Ein Trojaner klinkt sich in der Regel gar nicht in die Verbindung ein, sondern greift die Daten direkt bei der Eingabe ab.
    Im Prinzip musst du dir das so vorstellen, dass bestimmte Programme auf deinem Rechner (das könnte zum Beispiel dein Browser sein - aber auch der Windows Explorer oder sogar Sicherheitsprogramme selbst) nicht mehr nur das tun, wofür sie programmiert sind, sondern (auch noch) ganz andere Sachen.
    Diese "Übernahme von Programmen" erfolgt im Speicher, nicht auf der Festplatte. Wenn also dein Browser nicht mehr das tut, was er soll, ist es dann nicht deshalb so, weil seine EXE auf der Platte verändert wurde.

    Virenscanner arbeiten quasi mit einer "Verbrecherkartei" nach folgendem Prinzip:

    • Stimmen Fingerabdrücke mit denen einer Person aus der Kartei überein, wird die Person verhaftet.
    • Hat ein Foto in der Kartei irgendwie Ähnlichkeit mit einer zu überprüfenden Person, wird die Person verhaftet.
    • Manche Scanner arbeiten auch noch nach folgendem Prinzip: Verhält sich eine Person merkwürdig, führt die etwas merkwürdiges mit sich oder hat etwas anderes nicht dabei, wird die Person verhaftet.

    Wie man an wirklicher Polizeiarbeit sieht, funktioniert das aber nicht sicher:


    Zu 1.

    • Ein Verbrecher gerät erst in die Kartei, wenn er bereits als Straftäter auffällig geworden ist. Hat er sich bislang nicht erwischen lassen, fällt er durch das Raster.

    Zu 2.

    • Hier kann man nach unterschiedlichen Prinzipien vorgehen:
      • Sucht man nach Ähnlichkeiten zu einer Person in einem Foto, um festzustellen, ob es sich um eine gesuchte Person handelt, kann diese Person ihr Aussehen bereits so weit verändert haben, das sie durch ein Foto nicht mehr erkannt werden kann.
      • Man kann natürlich in den Fotos auch zu Ähnlichkeiten nach Verbrechern insgesamt suchen. Problem dabei ist, dass nicht jeder Verbrecher auch wie einer aussieht.

    Zu 3.

    • Wir nehmen folgendes an: Jemand wird aufgegriffen, als er sich vor einem gesicherten Objekt befand. Er hat ein Tasche dabei, in der sich ein Brecheisen (Kuhfuß) und einen Glasschneider. Ausweisen kann sich die Person nicht. Personen mit solchem Verhalten und Erscheinungsbild generell in Haft zu nehmen, könnte aber etwas problematisch werden:
      • Kuhfuß und Glasschneider werden leider nicht nur von Einbrechern genutzt - beides sind auch in anderem Kontext wertvolle Werkzeuge.
      • Beide Werkzeuge waren in einer Tasche und wurden nicht genutzt. Das die Person überhaupt wusste, dass diese Werkzeuge in der Tasche waren und das sie jemals vorhatte, sie zu nutzen, steht nicht fest.
      • Wenn jeder, der seinen Ausweis nicht ständig mit sich führt, als Einbrecher verhaftet werden würde, säße ich bereits schon lange im Knast.
      • Nicht jeder muss wirklich einen Ausweis haben - Kinder zum Beispiel nicht.
      • Einbruchswerkzeug kann wirklich fast alles sein - manchmal kann sich der Einbrecher auch kurz vor der Tat aus mehreren unauffälligen Bauteilen erst sein Einbruchswerkzeug zusammenschrauben.


    Ein weiter Problem habe ich noch gar nicht angesprochen: Virenscanner gegen generell davon aus, dass die Person, die einen Einbruch verüben will, leicht sichtbar ist - sich also als komplette Datei auf der Festplatte befindet. Aber ist dem immer so? Ein Bereich, den Virenscanner gar nicht untersuchen, ist der Bereich der Alternate Data Streams...Eine recht unauffällige Datei auf der Festplatte könnte sich zum Beispiel den eigentlichen Malwarecode aus mehreren ADS auf der Platte auslesen. Diese Streams werden dann, wenn sie vorhanden sind, im Speicher decodiert und zu ausführbarem Code zusammengesetzt, der dann unter bestimmten Bedingungen in andere Programme eingeschleust und dort ausgeführt wird.

    9 Mal editiert, zuletzt von AxT (26. September 2015 um 15:21)

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