DDoS Attacken gegen Schweizer Webshops

  • Angriff auf Webshops

    Grossangriff auf SBB, Digitec, Interdiscount und Co: Steckt diese Hacker-Gruppe dahinter?
    Nach Server-Ausfällen bei Digitec und Galaxus waren am Montag auch die Coop-Töchter Interdiscount und Microspot vorübergehend offline. Dann erwischte es die SBB. Steckt eine berüchtigte Hacker-Gruppe hinter den Verbindungsproblemen?

    Das Swiss Governmental Computer Emergency Response Team schrieb am Freitag in einem Blog-Beitrag, dass bei rund einem Dutzend Schweizer Finanzinstituten ein anonymes Erpressungsschreiben eingegangen sei. Wer nicht ein Schutzgeld von 25 Bitcoins(das sind gut 10'000 Franken) bezahle, müsse ab Montag mit massiven Überlastungsangriffen auf alle Server rechnen.

    Hier noch das Erpresser Mail:

    [Blockierte Grafik: http://s6.postimg.org/w3p2nwqfx/Erpressermail.jpg]


    Quelle

    Ich war selber ein betroffener Kunde. Habe am Dienstag eine Tastatur für meinen Fernseher (Samsung) bestellt, gestern das E-Mail gekriegt, dass sie abholbereit bei Digitec (St. Gallen) sei.
    Fuhr daraufhin in den Shop, aber da ging absolut nichts mehr, Fernseher, PCs, alles war ausgeschalten. Kasse ging nicht mehr, sie konnten den Lagerplatz nicht finden, wo die Tastatur lag.
    Grund: Kein Internet!

    Ich bin aber sicher, dass man mit ein bisschen suchen die Tastatur im Lager gefunden hätte, ist ja nicht so gross.
    Das Bezahlen wäre noch ein kleines Problem geworden, hatte das Geld aber richtig im Portemonnaie parat.
    Auch die Quittung hätte man ja wie in alten Zeiten erstellen können, aber die Mitarbeiter dort wollten nicht.

    Da sieht man mal wieder, wie abhängig wir von dem Internet sind!

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  • Leider liess sich eine Bank erpressen und überwies die geforderten 25 Bitcoins.

    Der ganze Artikel kann in der Quelle nachgelesen werden.

  • Das Bezahlen wäre noch ein kleines Problem geworden, hatte das Geld aber richtig im Portemonnaie parat.
    Auch die Quittung hätte man ja wie in alten Zeiten erstellen können, aber die Mitarbeiter dort wollten nicht.

    Ja, ist hier auch so. Wenn kein Strom, dann Laden zu. Da gibt es nicht mal mehr eine Flasche Wasser. Die Abrechnung will keiner mehr von Hand machen.

    Gruß Volkmar

  • Wenn kein Strom, dann Laden zu. Da gibt es nicht mal mehr eine Flasche Wasser. Die Abrechnung will keiner mehr von Hand machen.

    Aber das ist ja ein Witz, wenn Firmen absolut so unflexibel sind. Mann könnte ja trotzdem verkaufen, nur dauert das halt dann ein bisschen länger.
    Ich sah das ja bei meiner Ex-Firma, als damals der Server über den Jordan ging.

    Da wurde das Telefon auf mein Handy umgeschaltet, ich nahm die Aufträge an und wir konnten so doch alle Aufträge provisorisch erfassen und auch ausliefern.
    Gab halt im nachhinein ein bisschen Arbeit, die ganzen Daten einzutragen. Aber es funktionierte.

    Kam keinem von uns in den Sinn, zu sagen, die PCs wären down und wir können nichts verkaufen!

  • Wenn man will, ist das machbar. Wenn man aber die Mehrarbeit für eine solche Ausnahmesituation nicht machen will, dann geht eben nichts mehr. Da gibt es dann möglicherweise auch Weisungen von "oben", sowas nicht zu machen, weil man den Mitarbeitern nicht traut, wenn das nicht alles automatisch über die Scannerkasse gebucht wird?

    Gruß Volkmar

  • Wenn man will, ist das machbar. Wenn man aber die Mehrarbeit für eine solche Ausnahmesituation nicht machen will, dann geht eben nichts mehr.

    Solche "Ausnahmesituationen" kennen wir beide ja noch zu Genüge, stimmt´s Volkmar? :freunde:
    Wenn kein Material vorhanden war musste man eben improvisieren und auf dem Scrottplatz suchen.
    Fehlen heute irgendwo die passenden Schrauben geht erst mal nichts weiter.
    Nur als ein Beispiel von vielen.

  • Das ist wohl war. Der Laden mußte weiter laufen, auch wenn es an allen Ecken geklemmt hat. Heute wird da gewartet, bis ein Servicetechniker das passende Schräubchen vorbei bringt.

    Gruß Volkmar

  • Wenn man will, ist das machbar.

    Genau, die Betonung liegt eindeutig auf wenn!

    Ich hatte gestern wirklich das Gefühl, dass der Mitarbeiter dort, sind alles jüngeren Jahrgangs, einfach nicht wollte!
    Aber das kann es doch nicht sein. Ist ja fast geschäftsschädigend!

    Habe dann, als ich zu Hause war, mal ein E-Mail geschrieben und bin gespannt, was da für eine Antwort kommt.
    Die sollte eigentlich schon eingetroffen sein, da sie zurückschrieben, dass ich innerhalb von 24 Stunden eine Antwort bekäme. :D
    Gut, da werden wahrscheinlich viele eine E-Mail geschrieben haben, also gebe ich der Firma noch ein bisschen Zeit.

  • DDoS-Angriffe haben leider in den letzten zwei Jahren exorbitant zugenommen. Das liegt hauptsächlich daran, da wir mittlerweile immer mehr Geräte mit dem Internet verbinden (Mobiltrend, Internet of Things) und immer höhere Bandbreiten bereitstellen (LTE, DOCSIS, Vectoring).

    Derartige Angriffe können auf verschiedene Arten erfolgen. Man kann sich nicht gegen alles schützen, aber gegen sehr vieles helfen Dienstleister, die sog. Scrubbing Center (Traffic-Waschmaschinen) bereitstellen. Diese sind sehr kostspielig und am Ende des Tages bleibt jedem Anbieter eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung: Wie lange kann ich einen Ausfall meines Shops oder meiner Infrastruktur verkraften, und ab wann lohnt sich ein solcher Dienstleister?

    Wie Du schon sagst, Martin, wird dabei aber leider selten die Kundenreputation berücksichtigt. Aber nachdem wir heutzutage eh alles bei Amazon kaufen, ist das ja nicht so tragisch.

  • Ich weiß nicht...

    Ich feiere das Armada Kollektiv irgendwie. Zudem es auch mit Microspot und Interdiscount irgendwie die richtigen trifft.

  • Moralisch gesehen schon, ja. Allerdings haben wir solchen Kollektiven auch einiges zu verdanken. Anonymous bekämpfte den IS, dessen baldiges Ende ich prophezeie. Auch gegen Donald Trump gehen viele Kollektive vor. Es schadet ja keiner Person körperlich, man kann also nicht körperlich verletzt werden oder sogar sterben. Man muss sich auch mal die Vergangenheit diverser Kollektive ansehen. Keines der Kollektive, zumindest der bekannten, dann haben sie immer im Namen der "Gerechtigkeit" gehandelt. Anonymous bekämpfte nicht nur den IS, sie attackierten auch die Saudis, als diese einen unschuldigen zu Tode verurteilen wollten. Da gibt es eine ganze Menge Beispiele, Kollektive sind nicht immer schlecht. Meine Meinung.

  • Selbstjustiz ist aus gutem Grunde hierzulande nicht erlaubt. Sowas kann sich schnell verselbständigen. Und außerdem, wer legt denn fest, wer die Richtigen sind? Die Meinungen darüber dürften auseinander gehen. Frage mal die andere Seite. Die werden ganz Andere als die Bösen nennen.

    Gruß Volkmar

  • wer legt denn fest, wer die Richtigen sind?

    Und wer legt fest wer die falschen sind? Man sieht es ist ein Teufelskreis.

    Frage mal die andere Seite. Die werden ganz Andere als die Bösen nennen.

    Überraschenderweise nur wenige. Die Kollektive sind doch überall im Netz öffentlich vertreten, dort kann man auch ihre Meinung wie auch ihre Position was man als gut oder falsch sieht einsehen.

    Und mal ganz ehrlich...jeder sieht gut und böse von zwei verschiedenen Seiten. Und leider muss man manchmal bösere Dinge tun um das noch bösere etwas entgegensetzen zu können. Die Soldaten töten ebenfalls Terroristen, dies ist und bleibt Mord an einem Leben, es bringt dennoch Gerechtigkeit, so verdreht ist leider die Welt.

    Fazit: Gut und Böse sind nur zwei Seiten einer Münze.

  • Die Kollektive sind doch überall im Netz öffentlich vertreten, dort kann man auch ihre Meinung wie auch ihre Position was man als gut oder falsch sieht einsehen.

    Und deshalb dürfen die das?

    Und mal ganz ehrlich...jeder sieht gut und böse von zwei verschiedenen Seiten

    Stimmt. Und deshalb gibt es auch nicht nur 2 sondern sehr viele Meinungen dazu. Und jeder, der nun für sich entschieden hat, was für ihn böse ist, der zieht in einen Privatkrieg? Dürfte nichts besser aber alles viel schlimmer werden lassen. Das würde jeden, der da seinen eigenen privaten Krieg führt, zum Terroristen machen.

    Die Soldaten töten ebenfalls Terroristen, dies ist und bleibt Mord an einem Leben, es bringt dennoch Gerechtigkeit, so verdreht ist leider die Welt.

    Die Betonung liegt auf Soldaten, die sind vom Sinn und der Bedeutung ihres Standes her genau dazu da. Und die töten eben nicht mal so irgendwen, den sie nicht mögen, die unterliegen strengen Regeln, siehe auch Kombattanten.

    Gruß Volkmar

  • Aber nachdem wir heutzutage eh alles bei Amazon kaufen, ist das ja nicht so tragisch.

    Amazon? Was ist das? :pfeifend::P Ich habe noch nie was in dem Laden gekauft! :D

    Heute eine E-Mail von Digitec bekommen.

    Spoiler anzeigen


    Sehr geehrter Herr Schäublin

    Danke für Ihre Nachricht.

    Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen den bestellten Artikel aufgrund des Systemausfalls nicht ausliefern konnten. Der gesamte Bestellungsabwicklungs- und Zahlungsprozess ist an das System gebunden und wir können leider nicht einfach auf die altertümliche Art Bestellungen ausliefern und von Hand Quittungen erstellen da dies ein extremes Durcheinander generieren würde und auch zu Fehlern führen kann.
    Natürlich ist es keineswegs unsere Absicht Kunden zu verärgern und wir möchten uns aufrichtig für Ihre Aufwände entschuldigen und Ihnen dafür mit einer Gutschrift / Preisnachlass von CHF 35.- Entgegenkommen. Und wir setzen auch alles anderen gegen solche Situationen vorzubeugen und diese zu verhindern.

    Das System funktioniert wieder und die Bestellung könnte abgeholt werden, oder wir könnten Ihnen die Ware auch per Post senden, der Postversand ist bei uns kostenlos. Oder falls Ihnen dies nun zu spät ist, wäre natürlich auch eine Stornierung möglich.

    Hehehe...einen Rabatt von CHF 35.- rausgeschlagen!
    Also hat es sich gelohnt, eine kurze E-Mail zu verfassen! :top:

  • Die Betonung liegt auf Soldaten, die sind vom Sinn und der Bedeutung ihres Standes her genau dazu da. Und die töten eben nicht mal so irgendwen, den sie nicht mögen, die unterliegen strengen Regeln, siehe auch Kombattanten.

    Stimmt! Sie töten nicht irgendwen, sondern jemanden der ebenfalls in den Krieg geschickt wird mit der Aufgabe andere zu töten. Ändert dennoch nichts daran das Länder, die nicht vernünftig miteinander sprechen können, Soldaten in die Schlacht ziehen lassen, mit der Aufgabe Menschen zu töten die ebenfalls nichts für die Situation können, man wird am Ende, bei einem Krieg beispielsweise, dazu gezwungen einen Menschen zu töten der vielleicht diesen Krieg genauso kritisiert wie einem selbst. Nur weil etwas strengen Regeln unterliegt ist dies kein Freifahrtschein für solche Taten. Töten ist IMMER falsch und zwar für alle Seiten, es lässt sich nicht immer verhindern, bei Geiselnahmen beispielsweise, doch Töten ist IMMER und ÜBERALL falsch.

    Während des Deutsch-Sowjetische Krieges traf der Großvater meiner Freundin einen Russen, normalerweise sollte man diesen erledigen, doch der Großvater sprach auch russisch und bat seinem "Feind" die Waffen wegzulegen. Und du wirst es nicht glauben => Die beiden wurden die besten Freunde. Diese Geschichte fasziniert mich immer wieder.

    „Der Mord ist ein Verbrechen, wenn ein einzelner ihn begeht; aber man ehrt ihn als Tugend und Tapferkeit, wenn ihn viele begehen! Also nicht mehr Unschuld sichert Straflosigkeit zu, sondern die Größe des Verbrechens!“ – Cyprian von Karthago

    „Im Krieg waren die Kennzeichen des idealen Soldaten Stärke und Mut, Großmütigkeit gegenüber dem unterlegenen Feind und Mitleid gegenüber dem Wehrlosen. Nichts davon ist übriggeblieben. Moderne Waffen der Massenvernichtung lassen keinen Raum für irgendwelche sittlich begründeten Einschränkungen und degradieren den Soldaten zu einem technischen Mörder.“ – Max Born


    Hehehe...einen Rabatt von CHF 35.- rausgeschlagen!

    Das nennt man doch mal Kundenfreundlichkeit...immer die Schweizer. :thumbup:

  • Töten ist IMMER falsch und zwar für alle Seiten, es lässt sich nicht immer verhindern, bei Geiselnahmen beispielsweise, doch Töten ist IMMER und ÜBERALL falsch.

    Stimmt. Und Selbstjustiz, so sehr das dem Einen oder Anderen gefällt, weil es gerade mal gegen Jemanden geht, den man selbst nicht mag, ist genau so falsch.

    Während des Deutsch-Sowjetische Krieges traf der Großvater meiner Freundin einen Russen, normalerweise sollte man diesen erledigen, doch der Großvater sprach auch russisch und bat seinem "Feind" die Waffen wegzulegen. Und du wirst es nicht glauben => Die beiden wurden die besten Freunde. Diese Geschichte fasziniert mich immer wieder.

    Auch das gehört zum Soldaten. Nein, nicht jedermanns Freund zu werden, aber eben nicht zu schießen, wenn der Gegner bereit ist, die Waffe nieder zu legen.

    „Im Krieg waren die Kennzeichen des idealen Soldaten Stärke und Mut, Großmütigkeit gegenüber dem unterlegenen Feind und Mitleid gegenüber dem Wehrlosen. Nichts davon ist übriggeblieben. Moderne Waffen der Massenvernichtung lassen keinen Raum für irgendwelche sittlich begründeten Einschränkungen und degradieren den Soldaten zu einem technischen Mörder.“ – Max Born

    Sehr gut, besonders der letzte Satz. Und deshalb bin ich auch dagegen, gegen den IS einfach zu bombardieren, egal wen es trifft. Gerade, weil die auch Unbeteiligte als Schutzschild nehmen. Sowas kann dann, da die nicht reden wollen, nur mit zielgerichteten Aktionen durch Bodentruppen geklärt werden.

    Hat aber eigentlich alles nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun und wir sollten das nun nicht weiter vertiefen.

    Gruß Volkmar

  • Während des Deutsch-Sowjetische Krieges traf der Großvater meiner Freundin einen Russen, normalerweise sollte man diesen erledigen, doch der Großvater sprach auch russisch und bat seinem "Feind" die Waffen wegzulegen. Und du wirst es nicht glauben => Die beiden wurden die besten Freunde. Diese Geschichte fasziniert mich immer wieder.

    Auch das gehört zum Soldaten. Nein, nicht jedermanns Freund zu werden, aber eben nicht zu schießen, wenn der Gegner bereit ist, die Waffe nieder zu legen.

    Ja, das war wie damals der Weihnachtsfrieden 1914, wo eine von der Befehlsebene nicht autorisierte Waffenruhe während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen stattfand.

    Da zeigte man noch Menschlichkeit!

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