Abelssoft-Passwortverwalter "Keydepot"

  • In den letzten Tagen wurde im Forum intensiv um die Generierung und um die Sicherheit von Passwörtern debattiert:

    Pfannkuchengesicht
    17. August 2022 um 17:46

    Nun bietet heute der deutsche Hersteller Abelssoft im "Giveaway des Tages" (bis morgen 09:59) die Möglichkeit, den eigenen Passwortverwalter "Keydepot" kostenlos herunterzuladen, an.

    Aus der dortigen Werbepräsentation (einschließlich des miserablen letzten Satzes in völlig fehlgehender Syntax, wie es sich halt für einen deutschen Hersteller eben geziemt...) hier weiter:

    "KeyDepot kümmert sich um alle eure geheimen Passwörter, indem es sie in einem verschlüsselten Safe speichert. Ab sofort braucht ihr nur noch ein Master-Passwort, um auf eure sensiblen Daten zuzugreifen.

    Neben herkömmlichen Passwörtern kann Keydepot nun auch Software-Lizenzschlüssel, Bankdaten und Smartphone-PINs verarbeiten und in eurer sicheren Datenbank speichern. Wenn ihr ein neues Passwort benötigt, erstellt der neu entwickelte Passwort-Generator sehr starke Passwörter. Hochsensible Daten können durch eine zusätzliche Masterpasswortprüfung gesichert werden.

    Ein spezieller Sicherheitscheck analysiert die Stärke aktueller und alter Passwörter. Auch alte Passwörter, die längere Zeit nicht geändert werden oder zu kurz oder unsicher sind, können gewarnt werden."

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    KeyDepot kümmert sich um alle eure geheimen Passwörter, indem es sie in einem verschlüsselten Safe speichert. Ab sofort braucht ihr nur noch ein…
    de.giveawayoftheday.com

    Meine smarte, die kommenden Zeitalter bescheiden vorwegnehmende Signatur befindet sich noch in ihrem Herstellungsprozeß. Im 1. Quartal 2034 dürfte mit ihrer Lieferung zu rechnen sein.

    Vorläufig zitiere ich Karl Kraus: „Wer jetzt übertreibt, kann leicht in den Verdacht kommen, die Wahrheit zu sagen.“

    Dazu meint Pepino: Cogito, ergo schnurr'.

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  • Ich habe mir das angeschaut! Nee, die PW in einer Cloud?

    :flopp:

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

  • ... aber trotzdem ist die Firma involviert, könnte theoretisch die PWs temporär sehen...

    Ja, allerdings trifft das auf jede Kennworteingabe zu, also in einer Anwendung wie auch über den Browser, kann es im Klartext abgefangen werden.

  • Ja, allerdings trifft das auf jede Kennworteingabe zu, also in einer Anwendung wie auch über den Browser, kann es im Klartext abgefangen werden.

    Na, so ganz so einfach ist das wohl nicht. Zum Einen ist KeyDepot immer zusätzlich involviert.

    Zum Anderen werden Passwörter nicht in jedem Fall so einfach als Klartext übertragen.

    Siehe

    Uebertragung des Passwort-Hashwerts beim Login -- Bewertung? - debianforum.de

    und

    Was ist eine Hashfunktion?
    Hashfunktionen erzeugen Hashwerte, um einen schnellen Datenzugriff zu realisieren und Daten in der Informationstechnologie vor unberechtigtem Zugriff zu…
    www.ionos.de

    Es kommt also sehr auf den Umgang mit der Passworteingabe seitens der aufgerufenen Seite an. Ich hoffe mal, WoltLab z. B. überträgt das PW nicht einfach so als - wenn auch https gesichert - Klartext.

    Was immer man sagt, es ist immer nur ein Teil dessen, was zu sagen wäre.

  • Es geht da weniger um die Übertragung, als um den Vorgang des Einippens. Ein Keylogger schnappt das Kennwort bevor es verschlüsselt übertragen wird. Wenn Du also sagst, dass das Programm das Kennwort temporär im Klartext sehen könnte, dann musst Du auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass bereits die Eingabe eines Kennwortes abgefangen werden kann. Jetzt muss man nur für sich selbst abwägen, welches Szenario man realistischer findet.

    Aber das ist für so ein Thema, bei dem es einfach kein richtig und kein falsch gibt. Persönlich schreibe ich mir meine Kennwörter in ein Notizbuch. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir das einer klaut, sehe ich als sehr gering an. ;)

  • <<< Ein Keylogger schnappt das Kennwort bevor es verschlüsselt übertragen wird. >>>

    Das stimmt natürlich, Keylogger sind jeglicher Sicherheit Tod... Aber das ist doch nun auch die unwahrscheinlichste Waffe gegen Normabürger.

    Und man muss das gezielt anwenden als böser Wicht. Wohingegen die anderen Möglichkeiten viel leichter aus der Ferne machbar sind.


    <<< Persönlich schreibe ich mir meine Kennwörter in ein Notizbuch.>>>

    Das ist eine bessere Methode als so hilfreiche Firmen, die einen das Leben so bequem machen!

    Was immer man sagt, es ist immer nur ein Teil dessen, was zu sagen wäre.

    Einmal editiert, zuletzt von Pfannkuchengesicht (24. August 2022 um 13:28) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Pfannkuchengesicht mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Es gibt auch Keylogger als USB-Zwischenstecker die am PC angesteckt werden und das USB-Keyboard dann da dran. Bessere Modelle können dann auch per WLAN die Tastaturanschläge senden.

    https://gnulinux.ch/ Freie Software, Freie Gesellschaft (Redaktion und Podcast vom Schweizer Verein)

  • Und der Windows-Programmierer lacht sich schlapp, weil er gar nicht weiß, warum er in Deine Wohnung kommen soll, um Dir was in eine USB-Buchse stecken zu müssen, was Du dann sogar sehen kannst. Ein kleiner Code, der einfach alle wm_Char-Botschaften abfängt, die an ein Control mit es_Password-Stye gehen, und ich habe Dein Passwort, ohne erst mühsam alle anderen Tastenanschläge aussortieren zu müssen.

    Gruß Volkmar

  • USB-Keylogger werden meistens von Leuten genutzt die Zugang zum Rechner haben, allen voran die Ex mit der man noch zusammen wohnt!

    ohne erst mühsam alle anderen Tastenanschläge aussortieren zu müssen.

    Die Login Daten sind das erste was eingegeben wird.

    https://gnulinux.ch/ Freie Software, Freie Gesellschaft (Redaktion und Podcast vom Schweizer Verein)

  • Ich habe meinen Rechner jetzt seit heute früh eingeschalten. Gerade eben fällt mir ein, ich möchte mal schnell bei meiner Bank ... Könnte möglicherweise ein interessantes Login werden.

    Gruß Volkmar

  • Ja da hast du recht mit der Bank. :)

    Mein aktueller PC mit Celeron N Prozessor und Ubuntu ist mir kürzlich in Knie gegangen als ich ein Logfile (Textdatei) das mehr als 350MB hatte öffnen wollte. Ich brauchte nur die letzten Zeilen und habe das dann mit tail abgeschnitten.

    Aber wenn man nicht weiß wo die Info zu finden ist wird schwierig.

    https://gnulinux.ch/ Freie Software, Freie Gesellschaft (Redaktion und Podcast vom Schweizer Verein)

  • Es ist einfach so, daß Du mehrfach im Laufe des Tages irgendwo ein Passwort brauchst und zwischendurch nicht vorher kalkulierbare Dinge tust. Und wer massenhafte Passworte stehlen will, hat nicht die Zeit, von Hunderten und Tausenden Usern jede Eingabe anzusehen. Diese Stöpseldinger sind einfach ein Spielzeug für eine eng begrenzte Verwendung.

    Gruß Volkmar

  • Endlich sagt einer, daß der Kaiser nackt ist... Das sind wirklich schlichte Wahrheiten, Volkmar! Danke!

    Meine smarte, die kommenden Zeitalter bescheiden vorwegnehmende Signatur befindet sich noch in ihrem Herstellungsprozeß. Im 1. Quartal 2034 dürfte mit ihrer Lieferung zu rechnen sein.

    Vorläufig zitiere ich Karl Kraus: „Wer jetzt übertreibt, kann leicht in den Verdacht kommen, die Wahrheit zu sagen.“

    Dazu meint Pepino: Cogito, ergo schnurr'.

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