Vergessene Worte der deutschen Sprache

  • Hallo zusammen,

    ich liebe alte deutsche Worte, die heute leider kaum noch verwendet werden. Eines meiner Lieblingswörter ist "Obzwar". Kennt das noch jemand?

    Obzwar lässt ich nutzen wie das Wort "obwohl."

    Welches ist Dein, fast vergessenes Lieblingswort? :)

    Gruß

    Schwabenpfeil!

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  • Obzwar kenne ich auch wenn in einem Satz für das vorher gesagte gleich ein Gegenargument genannt wird.

    Ab und an passiert mir das. Meist unbeabsichtigt.

    Kurz überlegt fällt mir da, nun ja man kann schon sagen ein Lieblingswort ein, das mein Religionslehrer vor vieeelen Jahren gesagt hat.

    Und zwar wenn er mal einen Satz mit "Gelt Kinder"? beendet hat.

    Was soviel bedeuten sollte wie "Stimmt doch" oder "Ist doch richtig".

    In Gedanken habe ich immer die Hände zu einer Schale gemacht, ob da gleich das Geld reinkommt.

    Denn etwas fließend und nicht leicht verständlich gesprochen, statt t ein d. :lol2:

    Ich bin in allem nicht gut, aber auch nicht schlecht. (Gruß Norbert)
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    2 Mal editiert, zuletzt von *Nobbi* (8. April 2023 um 00:08)

  • Gelt kenne ich nicht, aber im schwäbischen haben wir dazu passen das Wort "gell" mit der gleichen Bedeutung.

    Fürderhin kannte ich nicht, ist aber ein tolles Wort, welches ich jetzt in meinen Sprachschatz aufnehmen werde. :D

  • Jörg, was du in #1 schriebst, ist für mich eine "Augenweide", d.h. ein sehr schöner Anblick! Für andere ist das vielleicht "Mumpiz", ein Schreckgespenst!

    Ich will dir aber nicht "bauchpinseln"! ^^


    Da fällt mir ein, dass du ja ein "Tausendsassa" bist!

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

    2 Mal editiert, zuletzt von GPB (8. April 2023 um 08:50) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von GPB mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Bis auf Gelt kannte ich die Worte noch. Dafür ist Gell oder Gelle auch bekannt. Und da hätte ich auch noch ein paar alte Worte:

    Kondukteur = Schaffner

    Perron = Bahnsteig

    Billet = Fahrkarte oder Eintrittskarte

    Gruß Volkmar

  • Weitere frankophile Worte:

    Trottior = Gehsteig

    Kusin (cousin) = Vetter

    Klosett = Abtritt

    Pottschamber (potchambre) = Nachtgeschirr

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

  • Dann kennst du auch das Wort "Bidet = Sitzwaschbecken" nicht!

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

  • Stimmt ja auch, meine Worte haben französische Herkunft, waren aber in Deutschland in früheren Zeiten allgemein üblich. Damals war Französisch so in Mode, wie heute Englisch :lol:

    Gruß Volkmar

  • Wer kennt:

    Kinkerlitzen

    Schlawiner

    Madderich

    Wohlfeil

    Pille Palle

    Schnickschnack

    Sonntagsstaat

    Putzmunter

    Putzwunderlich

    Ein Großteil der Probleme liegt zwischen den eigenen Ohren.
    Mein Stoßgebet : "Herr schmeiß Hirn vom Himmel"

  • vadder

    Schlawiner gefällt mir und kenne ich noch, aber bei:

    Madderich

    Wohlfeil

    Sonntagsstaat

    Putzwunderlich

    musst Du mir mit einer Übersetzung helfen. Die Worte kenne ich nicht.

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  • Madderich ist wohl soviel wie Modder, Schlamm,

    Wohlfeil: ein altes Wort für preiswert, billig

    Sonntagsstaat: die Leute in früheren Jahren trugen die Woche über einfache Bekleidung, jedoch am Sonntag zum Kirchgang oder festlichen Anlässen wurde die "gute Bekleidung", evtl. Frack, Zylinder getragen.

    Putzwunderlich: sehr eigenartig, äußerst merkwürdig.

    Es ist traurig, wenn jemand, den man kennt, zu jemanden wird, den man kannte. :cry:

  • Für mich ist "Fisimatenten" das schönste Lehnwort aus dem Französischen. Es kommt vom französischen Satz "Visite ma tente = Besuche mein Zelt". Zurzeit Napoleon, als die Franzosen das Rheinland besetzt hielten, sprachen die Mutter zu ihren Töchtern: " Mache mir bloß keine Fisimatenten". Sie hatten Angst, ihre Töchter könnten sich Nachwuchs von den Soldaten einhandeln, wenn sie ein Zelt besuchen würden und warnten deshalb davor.

    Heutige Bedeutung: Unsinn, Blödsinn

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

    Einmal editiert, zuletzt von GPB (8. April 2023 um 13:16)

  • Für grenznahe Anwohner zur DDR gab es ein Wörterbuch für Westler

    Bemme - eine Scheibe Brot

    Broiler - halber Hahn

    Bückware - sehr seltene oder illegale Ware


    Datsche - Gartenhäuschen

    Donnerlittchen - Ausdruck zum Fluchen

    Dreiviertel Zwölf - 11.45 Uhr

    Erdmöbel - Sarg

    fetzen - das ist cool, macht Spaß

    Fleppe - Führerschein

    Ganker - Spinne mit dünnen Beinen

    Gehacktes - Schweinemett

    Hitsche - altes Auto

    Jägerschnitzel - gebratene, panierte Jagdwurst

    Kaufhalle - Supermarkt

    Konsum - Einkaufsladen

    kleechen - arbeiten

    Knast haben - Hunger haben

    Kosmonaut - Astronaut

    Meeda - Tasche

    Mutschekiebchen - Marienkäfer

    Nicki - T-Shirt

    Polylux - Overheadprojektor

    Puffmais - Popcorn

    Selters - Wasser mit Sprudel

    Stulle - eine Scheibe Brot

    Schlippe - enge Gasse, oft als Abkürzung

    Tote Oma - Speise aus gebratener Blutwurst

    verfranzen - verfahren

    Viertel Eins - 12.15 Uhr

    Würzfleisch - Ragout fin

    Ein Großteil der Probleme liegt zwischen den eigenen Ohren.
    Mein Stoßgebet : "Herr schmeiß Hirn vom Himmel"

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