Gefährlichen Link auf Twitter angeklickt

  • Hallo werter Support von Paules-PC-Forum,

    ich wende mich an euch, weil ich den Verdacht habe, mir etwas eingefangen haben zu können. Ich hab auf Twitter auf eine Kurz-URL geklickt als ich auf der Suche nach einen Bild eines Cosplays war und hab leider auf Grund von Stress nicht wirklich nachgedacht. Der Tab hat sich dann kurz geöffnet und von selbst geschlossen. Das kam mir sehr verdächtig war, eine Überprüfung durch einen URL Prüfer ergab das [edit by Tunarus] die URL als Gefährlich eingestuft wird.

    Ich nutze NoScript und uBlock-Origin, hab Avast und Windows Defender (App- und Browsersteuerung war deaktiviert) aktiv. Ich hab auch bereits Windows Defender vollständig einen Durchlauf machen lassen (und nichts gefunden), daher meine Frage: Wie hoch ist das Risiko? Könnte der Tab von uBlock oder NoScript geschlossen worden seien? Was sollte ich nun tun? Bitte um Experten Hilfe.

    Freundliche Grüße,

    Yuna T.

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  • Mal mit Malware-Bytes und Adware- Cleaner checken?

  • Hallo Yuna T.

    das kurze Aufpoppen eines Tabs muss nicht zwingend bedeuten, dass es einen Malware-Angriff gab, das kann durchaus viele verschiedenen Ursachen haben. Wenn dein System so geschützt ist, wie du es beschreibst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein System sich etwas eingefangen hat, sehr gering.

    In der Regel blocken Sicherheitsprogramme nicht kommentarlos, sondern melden sich ganz stolz, freudig und schwanzwedelnd und wollen dann von dir gelobt werden, daher gehe ich auch nicht davon aus, dass der Tab von uBlock oder NoScript automatisch wieder geschlossen wurde. Im schlimmsten Fall war das ein Scripting-Angriffsversuch, der aufgrund technischer Inkompatibilitäten deines System nicht erfolgreich war.

    Ergibt also auch ein Durchlauf mit Adwarecheckern nichts, solltest du beruhigt sein können.

    Lieben Gruß

    Tunarus

  • Yuna T.

    Was Du noch machen könntest:

    Taskmananger öffnen und sehen, ob sich hier was Verdächtiges finden lässt. Verdächtig sind Prozessnamen, die eher an Kryptographie erinnern und dann auch noch eine hohe Prozessorauslastung erzeugen. Aber nicht jeder Prozess mit hoher Auslastung ist automatisch eine Schadsoftware. Gibt viele Hintergrunddienste, die zwischendurch mal aktiv werden und ihrer Aufgabe nachkommen. Also bitte keine Panik und Übereifer und gleich Lösungen wollen. Einfach beobachten und bei Unsicherheit hier mal einen Screenshot posten. Dann können wir hier beurteilen, ob dies doch was sein könnte. In den meisten Fällen wird dies jedoch harmlos sein.

    Oder das Verhalten des PCs grundsätzlich etwas beobachten. Dies schadet übrigens auch ganz ohne Schadsoftwareverdacht nicht. So können mögliche Probleme schon frühzeitig erkannt werden. Wenn sich ein PC plötzlich eigenartig verhält, hat dies meist auch einen bestimmten Grund - und sei es nur, weil Microsoft wieder mal mit einem Update verschlimmbessert hat. Aber das ist ein ganz anderes Thema. ;)

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Also ich hab MalwareBytes, adwCleaner und RogueKiller durchlaufen lassen, es wurden zwei Sachen gefunden:

    • Eine vorinstallierte Software (Preinstalled.HPCleanFLC) durch adwCleaner.
    • Und ein Reg Eintrag (HKEY_USERS\S-1-5-21-3304759667-497493644-3126985197-1001\Software\OCS) durch RogueKiller.
    • MalwareBytes fand nichts.

    Und Tunarus zum Aufbau: Google Chrome + NoScript + uBlock, dazu Avast Free und Windows Defender (aber ohne Echtzeitschutz).

    Allgemein gefragt:

    Die beiden Funde werden wohl keine Malware gewesen seien. Aber was ich schon immer wissen wollte weil so oft gehört: Sollte ich nur noch Windows Defender nutzen? Weil sein Ransomware-Schutz geht ja nur, wenn es nur der Defender ist. Und schützt der Windows Defender auch Chrome, weil da steht immer nur Edge drin.

    Und vielen lieben Dank für eure Kommentare!

  • Habe nut Defender und bisher 0 Probleme :!:

    https://www.chip.de/downloads/RogueKiller_49169075.html

    "Preinstalled.HPCleanFLC"........What is this?
    I was scanning my windows 7 computer with adwcleaner & it came up with "Preinstalled.HPCleanFLC". I immediately placed the above in quarantine. I...
    computerhelpforums.com
  • Der Defender schützt Windows und alle Programme, die im System laufen, völlig egal welches. In Verbindung mit der Windows-Firewall (...die eigentlich keine "Firewall", sondern ein Portblocker und sehr viel besser als ihr Ruf ist) hast du bei durchschnittlichem Surfverhalten einen guten und ausreichenden Schutz. Treibst du dich hin und wieder im schmuddeligen Hinterhof der Netze herum, darf es dann auch ruhig mal etwas mehr sein.

    Abzuraten ist nach meiner Meinung von zu viel Paranoia. Gerade "Systemoptimierer" oder auch echte Firewallsoftware führen gerne mal zu einem fast unbenutzbaren System, die Hilfeforen sind beispielsweise voll von Opfern der Norton Sicherhheitssuiten. Dein Rechner hängt in einem lokalen Netz hinter einem Router - der bildet eine tatsächlich echte Hardware-Firewall. Software-Firewalls sind ein anachronistisches Relikt aus den Zeiten, da sich der Rechner selbst mir einem Modem eingewählt hat und heute für normales Surfverhalten unnötig.

    Wichtiger als die Technik ist für die Sicherheit ein gesunder Menschenverstand und ein achtsamer Umgang mit Online-Plattformen. Nicht auf jeden Link klicken, langsam vorgehen, Dialogfenster lesen, anstatt sie sofort wegzuklicken - das alles sind wirkungsvollere Maßnahmen, als das System mit mehrfach abgestuften und ineinander verzahnten unterschiedlichen Sicherheitsprogrammen zu malträtieren.

    Der OCS-Schlüssel gehört zu OCS Inventory NG, das ist eine Inventarisierungs- und Software-Verteilungs-Software, die zum Beispiel von Spielen aber auch von Grafiksoftware genutzt wird, um Updates zu managen. Wahrscheinlich hat die ein anderes Programm huckepack mitgebracht.

    Lieben Gruß

    Tunarus

  • Heißt also ich brauch für Chrome kein Plugin von Mircosoft Defender und könnte Avast Free streichen, wenn ich euch richtig verstehe. Und wenn ich mal (ich hoffe nie wieder) ausversehen auf einen bösartigen Link klicke, würde der Defender mich auch schützen. Und entschuldigt die vielen Nachfragen oder wenn ich etwas verstreut wirke oder so...

    Ich sah nur bei meiner Google Suche nach "Microsoft Defender Chrome" das es ein Addon mit den Namen "Windows Defender Browser Protection" gibt, was bei Chip.de und Computer Bild drinstand. Das würde ich also nicht brauchen und kann auch Avast runterwerfen, womit ich nur noch NoScript + uBlock + Windows Defender hätte und das würde absolut reichen? Und danke für eure Geduld!


    RogueKiller hatte ich schon benutzt, Bosco. Der hatte nur einen Reg Eintrag gefunden, siehe oben.

    Einmal editiert, zuletzt von Yuna T. (3. Juni 2023 um 18:00) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Yuna T. mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • ..nur noch NoScript + uBlock + Windows Defender hätte und das würde absolut reichen? Und danke für eure Geduld!

    Nach meiner Meinung und nach den bisherigen Erfahrungen eindeutig Ja :!:

  • So geht's:

    Virenschutz: Windows Defender aktivieren
    Sie wollen Ihren Computer vor Viren schützen? Dann sollte der in Windows 10 integrierte Windows Defender immer aktiv sein!
    www.heise.de
  • ...was bei Chip.de und Computer Bild drinstand.

    Du solltest aus Sicherheitsgründen diese beiden Plattformen dringend meiden! Beide wollen dir bei Downloads unerwünschte Software installieren. Bei Chip ist das zum Beispiel der "Chip online Downloadmanager", der sich in der Folge immer zwischen dein System und Downloads schaltet.

    Chip hat sich vom exzellenten Computermagazin in den letzten anderthalb Jahrzehnten zu einem schlimmen Clickbaiter entwickelt, der allen Sicherheitsbeauftragten ein echter Dorn im Auge ist.

    Die Bildzeitung ist nicht nur unseriös, sondern vollständig werbegesteuert. Dort scheut man sich nicht - wie auch bei der großen Schwester, diesem Drecksblatt, mit dem man toten Fisch beleidigt, wenn man ihn darin einwickelt - faußtdicke Lügen zu verbreiten, weil der Werbepartner gepusht werden soll.

    Fazit: Finger weg von Chip und Bild.

    Lieben Gruß

    Tunarus

  • Nebenbei: Avast, AVG und Avira, die früheren Platzhirsche, die kann man heute komplett in die Tonne kloppen. Die installieren überflüssigen Ballast ohne Ende mit. Teilweise schlimmer als das, wovor es schützen soll.

    Wie damals Nero Burning Rom. Irgendwann war es die eierlegende Wollmilchsau mit Option zum Bellen, nur CDs brennen ging nicht mehr vernünftig.

    Weniger ist da mehr.

    Es gibt heute eigentlich kein Argument mehr für Privatanwender, was anderes als den Defender zu nutzen.

  • Da ich mich aus beruflichen Gründen häufiger in den dunkleren Gassen des Internet bewege, habe ich in der Tat Avira Antivirus in der kostenpflichtigen Version installiert. Zwar ist der Schutz ausgezeichnet und kann individuell skaliert werden, allerdings hat meierkurt vollkommen recht - das einstig schlanke und einfach strukturierte Prodokt ist beim Wechsel von "Avira Antivirus" auf "Avira Security" unnötig fett geworden. Ich habe einige Module - wie beispielsweise das VPN-Modul - zwangsstillgelegt aber für einfache Anwender*innen ist das eine Zumutung.

    Ich empfehle für Ausflüge in die Zwischenwelt eine Virtuelle Maschine zu verwenden. Ich habe für solche Zwecke die VM Workstation 17 Pro im Einsatz, die zwar recht kostspielig aber jeden Cent absolut wert ist.

    Lieben Gruß

    Tunarus

  • VMs sind zwiespältig bzgl. Malware. Manche Malware erkennt, dass sie in eine VM läuft und verbreitet sich dann nicht. Ist allerdings kein Problem für normale Anwender, nur für Leute, die mit so was "bewusst" spielen. Die Phase hatte ich auch mal :)

    Alternativ ist auch VirtualBox empfehlenswert. Oder bei VMWARE der Player, kann entgegen des Namens auch neue VMs anlegen und ist für Privatanwender kostenfrei.

  • Oder am besten die Finger von den dunklen Gassen im Internet lassen. Da lautert auch noch so manch anderes als nur Schadsoftware.

    Software-Firewalls sind ein anachronistisches Relikt aus den Zeiten, da sich der Rechner selbst mir einem Modem eingewählt hat und heute für normales Surfverhalten unnötig.

    Ganz so würde ich es jetzt nicht sehen, aber für den normalen Privatanwender zuhause im eigenen Netzwerk könnte dies durchaus zutreffen. Verwendet man eine solch spezielle Software-Firewall, sollte man durchaus wissen was man macht. Für Windows tut es der Defender mit dessen eingebauter Firewall. Und selbst MacOS hat noch eine Software-Firewall, obwohl dies den meisten Mac-Usern gar nicht bewusst ist, dass eine solche verbaut und in Verwendung ist. Auch auf meinen Linux Systemen verwende ich eine Software-Firewall, mit sehr einfachem Regelwerk. Aber gelegentlich eckt man da an. Das muss einem einfach bewusst sein, dann ist dies auch kein Problem. Aber unter Windows mit dem Defender sollte es eigentlich selten Probleme geben.

    Eine Software-Firewall macht vor allem dann Sinn, wenn man viel mit einem Notebook in fremden Netzwerken / fremden Wifi / WLAN-Netzwerken unterwegs ist. In so einer Situation würde ich jetzt sehr sehr ungern auf eine Software-Firewall verzichten wollen.

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