Ewigdauernder Kopiervorgang

  • Heute ist wieder so ein Tag, wo ich Windows an die Wand klatschen könnte!

    Warum?

    Ich muss mal wieder Daten von einer SSD auf eine andere SSD kopieren nur damit ich eine Sicherung der Daten habe, falls es mit dem Rohmaterial zu Problemen bei Windows oder der Bearbeitung des Selbigen; kommen könnte!

    Die Datenanbindung beider SSDs ist mit SATA3/500MB/s. Sollte das kopieren von ca 50GB ja kein Problem sein?

    Hier sieht man, wie zügig Windows 10 das ganze dann doch hinbekommt?

    Ja! So hab ich mich auch gewundert! Für 16GB ca 20min?

    Was mehrt Windows da so lange herum? Wieso brechen die Kopierraten soweit ein?

    Es gibt keinerlei Hardwareprobleme!!

    Kann mir bitte mal Jemand erklären, wie Windows es schafft solche Kopierraten; wobei 118MB/s gerade mit Absicht gewählt wurden, weil dies der höchste Wert in diesem Bereich war, hinzubekommen? Unter Linux(Mint) fallen die Raten nie unter 450MB/s!

    Das ist auch kein Ausnahmefall, sondern eher die Regel, wobei es bei noch größeren Datenbeständen; zumeist Videos; mit unter noch schlimmer einbricht, bei Windows. Da sind dann Raten von 8-12MB/s angesagt?

    Ich freue mich wirklich auf Windows aus der Cloud! *das war Ironie*

    Danke im Voraus!

    PS: Ich hoff es kann einer nachvollziehen oder hat bereits einen besseren Weg gefunden ;)

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  • Hi,

    ich würde als erstes den Vierenwächter vermuten.

    Also das Ding bei solchen Copyorgien einfach mal abschalten.

    Vierenwächter ist bei Windows leider nötig, aber nicht sonderlich schnell.

    Jede Datei wird beim Öffnen gescannt, beim schreiben aber auch.

    Sollte es sich bei der Datei um ein Archiv handeln wird, je nach Einstellung,

    vom Vierenwächter auch erst noch entpackt. Da kommt was zusammen.

    Gruss Micha

    Tätig ist man immer mit einem gewissen Lärm. Wirken geht in der Stille vor sich.

  • Den Virenwächter würde ich aber nur dann deaktivieren, wenn ich ganz sicher bin, dass alles sauber ist, was wohl in diesen Fall wäre. Ansonsten fände ich das zu gefährlich.

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

  • Hallo,

    hier werden verschiedene Lösungen beschrieben:

    Gelöst | Windows 10 Dateien kopieren/übertragen sehr langsam (8 Methoden)

    Unter Linux(Mint) fallen die Raten nie unter 450MB/s!

    Kann ich auch für Ubuntu GNOME bestätigen ....

    Fuck the „REGULATION (EU) 2019/1148“ of the European Parliament and of the Council! Denn Kunst und Wissenschaft wie auch Forschung und Lehre sind frei gemäß Art. 5 Abs. 3 GG.

    Erst wenn in Deutschland und in der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Danke für die Tipps; aus #4! Aber die meisten waren schon bekannt und abgearbeitet und die wenigen, die nicht zutrafen, hätten wohl auch nicht geholfen? Datenträgerdefragmentierung? Lach! Ja! bei herkömmlichen Platten kann ich es verstehen :)

    Was jetzt noch bliebe, wäre diesen besch..erten Defender auszusperren, aber das Ding ist ja so etwas von Lästig? Der schaltet sich permanent wieder ein? Auf dem System, wo die Daten liegen, wäre er ja noch nicht einmal nötig, da alles zuvor getestet wird und das Gerät selber nicht ins Internet kann!

    Aber es stimmt wirklich! Das Ding scheint das Kopieren von Daten sehr negativ zu beeinflussen! Hab das Heute mal ohne versucht und da waren die Raten nicht unter 330MB/s! Zwar immer noch nicht das, was die Leitungen hergeben, aber wenigsten etwas!

    Ich vermute mal, das Windows sich im allgemeinem so mit seinen eigenen Problemchen beschäftigen muss, damit es überhaupt noch lauffähig ist und der Rest eben nur dann mal gemacht wird, wenn es mal Zeit dafür hat! Es wird eben doch immer mehr zum "Selbstläufer!"

    Den Virenwächter würde ich aber nur dann deaktivieren, wenn ich ganz sicher bin, dass alles sauber ist, was wohl in diesen Fall wäre. Ansonsten fände ich das zu gefährlich.

    Die Quellen, von denen die Daten kommen sind nur Digitalkameras und das Material sind ausschließlich Fotos und Videos! Ich denk mal, da wird es keine Viren odg; es sei denn Windows findet ein paar ungereimte Zusammenhänge; geben. Von daher! Der Defender ist in diesem Fall eher Ballast und eine Verschwendung meiner Nutzerzeit!

    Danke! Wir werden an anderen Lösungen arbeiten um auch diesen Missständen aus dem Weg zu gehen;)

  • Wie du den Virenscanner in Windows 10 dauerhaft ausschaltest, habe ich vergessen, aber in Windows 11 geht das so:


    Ich habe da etwas bei Heise unter den Tricks gefunden:

    Windows Defender deaktivieren - so klappt's
    Der Windows Defender von Microsoft bietet einen Grundschutz vor Viren aller Art. Doch wie schaltet man ihn ab? Hier finden Sie es heraus.
    www.heise.de

    "Was vergangen ist, ist vergangen, und du weißt nicht, was die Zukunft dir bringen mag. Aber das Hier und Jetzt, das gehört dir."

    Saint Exupery (Der kleine Prinz)

    Einmal editiert, zuletzt von GPB (21. Juli 2023 um 17:52) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von GPB mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ja! Den Tipp von heise.de hatte ich auch gefunden und danach konnt ich dann mal ein paar GB's in den o.g. Datenraten, kopieren.

    Die Herkömmliche Methode über die Einstellungen wird vermutlich auch bei Windows 11 das selbe Ergebnis hervorbringen ?

    Zumindest hatte ich es am Anfang mit den einfachen Funktionen über die Einstellungen probiert und da schaltete sich das Ding halt immer wieder ein?

    Aber danke für Deine zusätzliche Mühe ;)

  • Das ist eine typische Kpoierkurve für SSDs mit kleinem Cache. Hat meiner Meinung nach nichts mit Virenscanner zu tun.

    Im Cache werden die Daten gepuffert, sobald der bei größeren Kopiervorgängen voll ist, kann die SSD nur mit der normalen Geschindigkeit der Zellen befüllt werden.

    Die besseren SSD haben DRAM als Cache und zT. einen Bereich der SSD als SLC konfiguriert.

  • Auf dem System, wo die Daten liegen, wäre er ja noch nicht einmal nötig, da alles zuvor getestet wird und das Gerät selber nicht ins Internet kann!

    Kopierst Du von einem Gerät zum Anderen, Netzwerk oder so? Dann ist klar, dass hier die Sicherheitssoftware dazwischen herumwerkelt.

    Hier liegt genau das Problem vom Defender. Er hat zu wenig Möglichkeiten zur Konfiguration. Bei einer "echten" Sicherheitssoftware kannst Du, Dateien, Ordner, Laufwerke oder ganze Geräte von der Prüfung ausnehmen.

    Ist denn auf dem Linux Mint die selbe Hardware, vor allem SSD in Verwendung? Unterschiedliche Hardware / SSD, unterschiedliche Werte.

    Schon geprüft ob TRIM aktiviert ist? Sollte unter Windows zwar standardmäßig sein, aber bei einem Festplattenwechsel ... oder vielleicht einfach weil es Microsoft ist. Vielleicht geht ohne den Defender dann sogar noch mehr als 330 MB/s.

    Es gibt auch SSD, die nach einer gewissen Zeit nicht mehr leisten oder dass die Temperatur zu hoch steigt und die SSD deshalb gedrosselt wird.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Ich fang mal am Anfang an:

    Wir haben Kameras, wo wir während der Foto- oder Filmsessionen die Bilder oder Videodaten nicht nur auf Karte, sondern auch direkt auf eine SSD übertragen können.

    Leider gibt es unser Bearbeitungsprogramm für Videos nicht für Linux, so das wir hier nun immer noch bei Windows bleiben müssen. Um nun das Rohmaterial; also die Videos und Bilder auf Windows zubekommen, nutzen wir eine Dockingstation, welche über ESATA an den Rechner angeschlossen ist.

    Übertragungsraten von 500MB/s wären also durchaus möglich, so dass wir mit 400-450MB/s durchaus zufrieden sind. Das ist aber nur bei Linux konstant und bei Windows kommen diese Einbrüche. Linux läuft auf einem 5Jahre altem Laptop und Windows auf einen 2Jahre alten PC.

    Deine Anmerkungen hab ich jetzt einmal eine Zeitlang beobachtet und weder werden die SSD warm und TRIM ist wird unter Windows automatisch aktiviert. Unter Linux hab ich nicht geschaut, da ich nicht wüsste wo! Aber da läuft ja auch alles?

    Den Defender habe ich auf dem Windows-PC deaktiviert und zumindest sind die Raten da jetzt stabil, wenn auch nicht ganz so passend wie unter Linux.

    Danke für die nützlichen Hinweise!

  • Du könntest die Daten der SSD sichern und wenn es eine Marken-SSD ist mit der Dasboard-Software des Herstellers einen Secure Erase durchführen. Dann ist die SSD auf Werkseinstellung. Ob das mit esata klappt weis ich nicht.

    ----

    Unter Linux sollte normalerweise das Trim der SSD automatisch ausgeführt werden. Möchtest du es manuell durchführen kannst du so vorgehen: --> https://wiki.ubuntuusers.de/SSD/TRIM/#TRIM-per-Batched-Discard

    https://gnulinux.ch/ Freie Software, Freie Gesellschaft (Redaktion und Podcast vom Schweizer Verein)

  • Hallo,

    Linux läuft auf einem 5Jahre altem Laptop und Windows auf einen 2Jahre alten PC

    macht es schwer, die Werte zu vergleichen/Hardwareprobleme auszuschließen. Wie sind die Werte, wenn auf dem 2 Jahre alten Rechner Linux läuft?

    Ansonsten mal so allgemein:

    • hast Du den Schreibcache auf der externen Platte aktiviert?
    • hast Du schon mal spezielle Kopiertools probiert wie z.B. Supercopier?
    • hast Du Dein Windowssystem mal auf Systemfehler geprüft und repariert mit SFC und DISM?

    CU

  • Wie sind die Werte, wenn auf dem 2 Jahre alten Rechner Linux läuft?

    Live Distro auf USB-Stick und auf beiden Geräten Benchmark durchführen. Gibt so zumindest einen Aufschluss darüber, ob es ein Hardware- oder ein Softwareproblem sein könnte.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

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