Hmm, da gibt es jetzt ein Missverständnis!
Wenn man einen kalten PC in einen beheizten Raum holt, kann es tatsächlich zu Kondenswasser kommen.
Begründung:
Warme Raumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Darum spricht man von "relativer Luftfeuchtigkeit" in %.
Kommt diese Luft nun auf eine kältere Oberfläche, z.B. die Platine im kalten Rechner, kühlt sie dort ab. Sinkt ihre Temperatur dabei auf einen Wert, bei dem die relative Feuchte von 100% überschritten wird, kann die Luft die Feuchte nicht halten.
Folglich muss sie einen Teil der in ihr enthaltenen Feuchte abgeben, und DIE ist dann als Kondenswasser sichtbar.
Beispiel (Gramm-Angaben nur ca.)
Angenommen, die Luft bei 20° kann 10g Wasser pro Kubikmeter Luft aufnehmen. Das wären dann 100% Luftfeuchte.
Die Luftfeuchte im Raum ist 70%, das wären dann 7g bei 20°.
Angenommen, bei 10° kann sie nur 5g/Kubikmeter halten.
Kühlt die Luft nun an einer kalten Oberfläche auf 10° ab, MUSS sie 2g/Kubikmeter abgeben.
Das ist das Kondenswasser.
Aber
Geht in einem kalten Raum ein Heizlüfter an, SINKT zwar die relative Feuchtigkeit. (Die vom Lüfter erwärmte Luft kann mehr Feuchte aufnehmen. Darum trocknet ein heißer Fön die Haare besser als ein kalter!)
An der (immer noch) kalten Platine kühlt sich die warme Luft wieder ab.
Da die Platine aber die selbe Temperatur hat , wie die Luft im Zimmer VORHER, kann die Luft an der Platine nicht kälter werden als die Raumtemperatur vorher war.
Da die ABSOLUTE Wassermenge (in Gramm) in der Luft sich aber durch den Heizlüfter gar nicht verändert hat, KANN die Luftfeuchte an der Platine nicht über 100% steigen.
Folglich gibt es da auch keine Kondensation!
Rabe