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Windows 10 nach dem Support-Ende weiter nutzen - so bleibt der PC sicher

  • Norbert Hofmann
  • 18. Juli 2026 um 01:54
  • 207 Mal gelesen
Windows 10 Support-Ende und ESU Registrierung
Am 14. Oktober 2025 hat Microsoft den Support für Windows 10 offiziell beendet. Wer noch nicht auf Windows 11 wechseln kann oder will, muss den PC deshalb nicht abschreiben. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Windows 10 weiterhin sicher zu betreiben.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Option 1: Kostenlose Sicherheitsupdates über das ESU-Programm
  2. Option 2: Upgrade auf Windows 11 prüfen
  3. Option 3: Risiken minimieren, wenn Updates keine Option sind
  4. Option 4: Der Blick über den Tellerrand - Linux
  5. Fazit

Windows 10 läuft auch nach dem Support-Ende ganz normal weiter - der Rechner startet, alle Programme funktionieren wie gewohnt. Das Problem liegt woanders: Ohne Support liefert Microsoft standardmäßig keine Sicherheitsupdates mehr aus. Neu entdeckte Sicherheitslücken bleiben damit dauerhaft offen und werden von Angreifern gezielt ausgenutzt. Gerade weil Windows 10 noch auf Millionen Rechnern läuft, ist es ein attraktives Ziel.

Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Wege, wie Sie Ihren Windows-10-PC weiterhin sicher nutzen können.

Option 1: Kostenlose Sicherheitsupdates über das ESU-Programm

Die mit Abstand beste Lösung für Privatnutzer in Deutschland: Microsoft bietet über das ESU-Programm (Extended Security Updates) weiterhin Sicherheitsupdates für Windows 10 an - und zwar für Privatanwender im Europäischen Wirtschaftsraum kostenlos. Ursprünglich war das Programm bis Oktober 2026 befristet, inzwischen hat Microsoft es bis zum 12. Oktober 2027 verlängert.

Einzige Voraussetzungen: Windows 10 in der Version 22H2 und die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto. Wie die Registrierung Schritt für Schritt funktioniert, zeigen wir in unserem Artikel "Kostenlose Sicherheitsupdates für Windows 10: ESU-Programm für Privatnutzer aktivieren" (interner Link).

Wer das ESU-Programm aktiviert, erhält weiterhin alle sicherheitsrelevanten Updates über die gewohnte Windows-Update-Funktion. Neue Funktionen gibt es allerdings nicht mehr - für die reine Sicherheit spielt das aber keine Rolle.

Option 2: Upgrade auf Windows 11 prüfen

Erfüllt Ihr PC die Hardware-Anforderungen, ist das Upgrade auf Windows 11 nach wie vor kostenlos. Ob Ihr Rechner geeignet ist, prüfen Sie am schnellsten mit der Microsoft-App "PC-Integritätsprüfung". Die wichtigsten Anforderungen haben wir im Artikel "Mindestanforderungen für Windows 11 prüfen" zusammengefasst.

Häufigster Stolperstein ist das fehlende TPM-2.0-Modul oder ein offiziell nicht unterstützter Prozessor. In vielen Fällen ist TPM 2.0 zwar vorhanden, aber im BIOS/UEFI lediglich deaktiviert - ein Blick in die Einstellungen des Mainboards lohnt sich also, bevor Sie den PC abschreiben.

Option 3: Risiken minimieren, wenn Updates keine Option sind

Falls weder ESU noch ein Upgrade infrage kommen, sollten Sie das Risiko zumindest deutlich reduzieren:

  • Aktuellen Browser verwenden: Die größte Angriffsfläche im Alltag ist der Browser. Chrome, Firefox und Edge werden unter Windows 10 vorerst weiterhin mit Updates versorgt - halten Sie den Browser also unbedingt aktuell.
  • Virenschutz aktuell halten: Der Microsoft Defender erhält auch nach dem Support-Ende weiterhin Signatur-Updates. Ein aktueller Virenschutz ersetzt allerdings keine Betriebssystem-Updates - er erkennt bekannte Schadsoftware, schließt aber keine Sicherheitslücken im System.
  • Unnötige Software entfernen: Jedes installierte Programm ist potenzielle Angriffsfläche. Deinstallieren Sie, was Sie nicht mehr benötigen - besonders veraltete Programme wie alte Java- oder Flash-Installationen.
  • Regelmäßige Datensicherung: Sichern Sie wichtige Daten regelmäßig auf eine externe Festplatte, die nicht dauerhaft angeschlossen bleibt. Sollte doch etwas passieren, sind Ihre Daten in Sicherheit.
  • Sensible Aufgaben verlagern: Online-Banking und andere sensible Tätigkeiten erledigen Sie im Zweifel besser auf einem aktuellen Gerät, etwa dem Smartphone mit aktueller Android- oder iOS-Version.

Option 4: Der Blick über den Tellerrand - Linux

Für ältere Rechner, die kein Windows 11 mehr bekommen, kann auch ein Wechsel zu Linux sinnvoll sein. Distributionen wie Linux Mint sind für Windows-Umsteiger gut geeignet, laufen auch auf betagter Hardware flüssig und erhalten regelmäßig Sicherheitsupdates. In unserem Forum geben erfahrene Linux-Nutzer gerne Hilfestellung beim Ein- und Umstieg.

Fazit

Für die allermeisten Privatnutzer in Deutschland ist die Sache klar: Das kostenlose ESU-Programm aktivieren und Windows 10 damit noch bis Oktober 2027 sicher weiternutzen. Diese Zeit lässt sich gut nutzen, um in Ruhe zu entscheiden, ob es danach ein neuer PC mit Windows 11 wird - oder vielleicht doch ein Umstieg auf Linux.

Bei Fragen rund um das Support-Ende von Windows 10 helfen wir wie immer gerne im Forum weiter.

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  • Windows 11
  • ESU
  • Support-Ende
  • Sicherheitsupdates

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Norbert Hofmann
18. Juli 2026 um 02:12
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