Sorge oder Paranoia bezüglich Malware

  • Liebe Gemeinschaft,

    ab wann ist es Sorge und ab wann Paranoia, bezüglich Malware? Was sind Warnzeichen, die einen Malware erkennen lassen? Und wenn keine Warnzeichen da sind und der Windows Defender nichts findet, sollte man keine Angst mehr haben, oder?

    Es ist sicherlich aufgefallen, dass ich mir sehr große Sorgen mache um mein System und ich prüfe eigentlich jede Seite vorher, aber ich nutze z.B. die „Letzte Sitzung“ wiederherstellen, weil ich gewisse Seiten immer wieder Aufrufe (Netflix, z.B.), hab dazu mehrere Erweiterungen in meinen Chrome drin (NoScript, Mircosoft Defender Browser Protection, uBlock) und habe den Standard Safe Browsing aktiv geschaltet. Dazu kommt noch der Mircosoft Windows Defender und lass ihn bei Angst mal eine schnelle Prüfung machen.

    Heute ist mir aber etwas passiert, was mich nun zum Schreiben dieses Beitrags veranlasst hat. Ich werde meines Onlinelebens nicht mehr froh. Angst beim Betreten vor fast jeder Webseite, wenn ich sie noch nicht ewig kenne. Und ich würde nun gerne einmal die Meinung von Experten haben, ob ich mir einfach zu viele Sorgen mache oder ob meine Angst als normaler Nutzer begründet ist, anhand von zwei Beispielen. Ich hoffe damit, dass ich durch eure Antworten vielleicht wieder zu einem normalen Nutzen des Netzes zurückkehren kann ohne ständig kleine Panikschübe zu kriegen.

    1. Ich habe eine Komplettlösung für ein PC-Rollenspiel gesucht und bin dabei auf die Seite gamebizz.de gestoßen. Virustotal hat die URL geprüft und sagte: Sicher. Danach rief ich die Seite auf und stellte fest, dass die Artikel einfach nur aus den Englischen mit einem Programm übersetzt wurden (Der Spiele Titel stand dort in Deutsch), und das sehr offenkundig. Dazu fehlte auch ein Impressum. Danach hatte ich Sorge, dass die Seite doch schädlich seien könnte. Eine Netzsuche ergab nur, dass die Seite nicht als betrugsversuch eingestuft wird und es Malware technisch keine Auffälligkeiten gab.
    2. Beim Start des Browsers wurde durch „Letzte Sitzung“ der Tab zu einer einschlägigen Seite geladen. Dabei konnte ich einige Felder erkennen, welche wohl für Werbung bestimmt war (was uBlock eigentlich blocken soll), aber ohne Bilder und dergleichen. Ich habe auch NoScript drauf, jedoch die Seite als vertrauenswürdig eingestuft, weil Virustotal da nicht meckert hatte und ich in all den Jahren noch nie was Schlechtes gehört habe bezüglich der Seite und daher nur die Hauptseite als Vertrauenswürdig eingestuft habe (sonst hätte man auch Probleme sich durchzublicken bei den Bildern). Jedoch bekam ich wieder Sorge und ließ den Defender in Schnelldurchlauf durchziehen, schaute im Taskmanager rein, ob da was ist, was ich nicht zu ordnen kann. Es wurde nichts gefunden. Wie immer.

    Unter Berücksichtigung meiner Vorkehrung und das ich eigentlich jede Seite vorher prüfe, wie hoch ist mein Gefahrenlage? Mach ich mir zu viele Sorgen? Worauf sollte ich wirklich achten? Und wie bereits zu anfangs gefragt, woran erkenne ich Malware?

    Auf letzte Frage kenne ich einige Antworten:

    1. Das System verhält sich komisch. Doch ab wann ist „komisch“? Mein Rechner stürzt nicht ab oder fährt nicht urplötzlich runter. Er arbeitet auch nicht langsamer als normalerweise. Gut, er hat letztens einmal bei Adobe Acrobat ein Freeze gehabt, was 30 Sek. Später wieder ging, aber da hat der Defender auch nichts gefunden.
    2. Verdächtige Programme laufen im Taskmanager.
    3. Internet ist langsamer als Normal.
    4. Man kriegt Meldungen von Antiviren Programm oder das läuft nicht mehr.
    5. Windows Updates werden nicht mehr geladen.

    Was kann man dagegen tun? Dazu hat Tunarus einen schönen Beitrag schon verfasst, der nebenbei angepinnt werden sollte. Windows auf dem neuesten Standhalten, wie alle Programme, dazu nachdenken, bevor man irgendwo hin klickt. Dazu kommen die von mir oben erwähnten Erweiterungen von Chrome und das ich Virustotal nutze im Regelfall, ehe ich irgendwo drauf gehe. Und ich prüfe einmal die Woche oder wenn ich gerade wieder Angst habe durch die Schnellprüfung mein System.

    Aber zurück zur Eingangsfrage, die ich nun durch die beiden Beispiele verdeutlichen wollte (auf die man auch gerne eingehen darf), übertreibe ich es (sprich, bin ich Paranoid?) oder einfach nur sehr besorgt? Und gibt es noch mehr Anzeichen, auf die ich achten könnte wegen Malware? Und reicht eine Schnellsuche mit dem Windows Defender aus um zu sagen, da ist wahrscheinlich nichts?

    Mit freundlichen Grüßen,

    YunaT

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  • ab wann ist es Sorge und ab wann Paranoia, bezüglich Malware?

    Eigentlich muss ich bei Dir gar nicht weiter lesen und kann jetzt schon sagen: Schon etwas paranoid. :) Dabei dachte ich immer, ich sei was IT-Sicherheit anbelangt paranoid.

    Aber im Ernst: Du bist schon etwas übervorsichtig. So würde mir das Surfen im Internet gar keine Freude mehr bereiten. Aber ich denke wirklich, dass dies die Lösung für Dich sein könnte, die ich hier schon für Dich geschrieben habe:

    Ich glaube, ich habe es Dir gegenüber schon mal erwähnt aber:

    Eine billig Linux-Kiste zum stressfreien Surfen würde helfen.


    Oder mach es so wie ich:

    Ich habe für 35.- Euro einen gebrauchten Thin-Client gekauft. Für ein paar zusätzliche Euros und mit Teilen die ich noch herumliegen hatte aufgerüstet und Linux darauf installiert. Und weil es gerade so günstig war, habe ich kein knappes halbes Dutzend davon gekauft und mit verschiedenen Linux Distributionen installiert, zum Ausprobieren. Wegwerf Surf-PCs. :) OK, zum Wegwerfen sind sie nicht gedacht, aber sollte etwas passieren - was bis jetzt jedoch nie passiert ist, trotz des Fehlens einer Sicherheitssoftware / Virenscanner - dann nehme ich den nächsten und setze den anderen einfach neu auf. Ist in ein paar Minuten erledigt. Auf diesen Geräten speichere ich keinerlei Daten - geht z.T. auch nicht, mit 32 GB großen SSDs. Was soll da groß passieren können.

    Zum Arbeiten mit den Daten habe ich einen anderen Rechner. Dazu ein gutes Sicherungskonzept der Daten. So ist immer alles im grünen Bereich, inkl. des eigenen Nervenkostüms. ;)

    Unter Berücksichtigung meiner Vorkehrung und das ich eigentlich jede Seite vorher prüfe, wie hoch ist mein Gefahrenlage?

    Eher gering bis sehr gering.

    Mach ich mir zu viele Sorgen?

    Schon ein bisschen. Vergnügliches Surfen sieht anders aus.

    woran erkenne ich Malware?

    Tja, wenn dies immer so einfach wäre und immer allgemein gültig. Manches Verhalten ist sicher einfach und schnell zu erkennen. Anderes eher schwierig bis gar nicht. Und nicht alles, bzw. vieles was danach aussehen mag, ist einfach ein Problem oder Fehler des Programms oder Betriebssystem. Dies zu unterscheiden dürfte schwierig sein, vor allem, mit ein bisschen Glück, wirst Du nie erfahren, wie sich ein Schadprogramm wirklich auswirkt. Wie will man da überhaupt Erfahrungen damit sammeln?

    Für Dich ist auf jeden Fall ein günstiges 2. Gerät zum Surfen sicher die beste Lösung. Muss ja nichts aufregendes sein. Muss auch kein Linux System sein, wenn Dich dies abschreckt. Ein anderes Betriebssystem als Windows würde sich deshalb anbieten, dass bei einem Befall, sollte er dann wirklich irgendwann mal passieren, nichts auf Dein Windows-Hauptsystem übergreifen kann.

    Zum Surfen würde sich z.B. auch ein günstiges ChromeBook anbieten. Sind auch neu günstig zu bekommen mit einfacher Hardware. Zum Surfen braucht es auch nicht mehr. Basiert allerdings auch auf Linux, aber diese sind fertig installiert. Aber eigentlich besteht das Betriebssystem da nur aus dem Chromebrowser mit Erweiterungen und Android Apps.

    >> Edit <<

    Bin heute mal mit Surf-Station Nr. 5 unterwegs, auf dem Manjaro installiert ist. Abwechslung muss schon sein. :)

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

    Einmal editiert, zuletzt von Mavalok2 (10. September 2023 um 23:00)

  • Hallo,

    ich würde es als etwas übervorsichtig formulieren.

    Hier zwei Ideen für Dich, um mal darüber zu brüten:

    • Sandboxie - Surfen in einem Sandkasten, welchen Du nach dem Surfen einfach wegwirfst und beim nächsten Surfen mit einem neuen Sandkasten beginnst
    • VirtualBox oder VMware Player mit z.B. Linux Mint. Dann hast Du das Hostsystem zum Arbeiten, Spielen, ... und getrennt davon die virtuelle Maschine zum Surfen

    Vielleicht gibt Dir das etwas Sicherheit und bringt die Freude am Surfen wieder zurück

    CU

  • ... wenn man denn nicht trotzdem Angst hat, dass etwas aus der Sandbox oder virtuellen Umgebung ausbrechen könnte. Aber mit einem anderen virtuellen Betriebssystem als das Hostsystem - also alles andere als Windows - geht die Wahrscheinlichkeit gegen null.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Mach ich mir zu viele Sorgen?

    Ja und mehr als nötig ....

    Ich habe auf „GameBIZZ“ gesurft. Der Server steht laut Erweiterung für Google Chrome „Country Flags & IP Whois“ in Deutschland. Ein „klassisches Impressum“ gibt es zwar nicht; wenn aber auf der Hauptseite ganz runterscrollt, findet man „Rechtliche Informationen“:

    Da findet man die Infos zu den einzeln genannten drei Punkten. Also meiner Einschätzung nach eine saubere Webseite.

    Mach Dich bitte nicht verrückter, als Du mir wahrscheinlich schon erscheinst! „100%ige“ Sicherheit oder eine perfekte „Brandmauer“ gab es noch nie und wird es nie geben.

    Angst war noch nie und ist kein guter Berater. Du kannst es natürlich auch so machen, wie Mavalok2 vorgeschlagen hat: Einen extra Computer nur fürs Surfen im Internet, wenn Du Dich damit sicherer fühlen solltest.

    Fuck the „REGULATION (EU) 2019/1148“ of the European Parliament and of the Council! Denn Kunst und Wissenschaft wie auch Forschung und Lehre sind frei gemäß Art. 5 Abs. 3 GG.

    Erst wenn in Deutschland und in der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Ein „klassisches Impressum“ gibt es zwar nicht; wenn aber auf der Hauptseite ganz runterscrollt, findet man „Rechtliche Informationen“:

    Bei einer kommerziellen Webseite ist die Angabe eines Impressum Pflicht! Für mich; ohne jetzt auf das Anliegen des TE näher eingehen zu wollen; eher ein Anzeichen dafür, das diese Seite nicht vertrauenswürdig und bedenklich ist. Hab jetzt nicht geschaut, ob da auch Inhalte verkauft werden, wovon ich dann potenziell abraten möchte. Aber die vielen Widersprüche schon allein in den ganzen rechtlichen Dingen sollten jeden Besucher eine Warnung sein.

    Die Bedingungen einer Registrierung (zB Denic) gelten auch für nicht in D ansässige Personen und Firmen, wobei gerade hier mit dem EU-Recht wieder sehr viel aus dem Ruder gelaufen ist.

    Für mich persönlich gilt folgende Regel: "kein Impressum; kein Vertrauen/Kauf/owai"

    Interessant auf dieser einen besagten Seite sind dann folgende Angaben: ein Link zu der Seite "ezoic.com"? Oder die in den Datenschutzrichtlinien erwähnte "professionelle Website, die von : Grupo B.H.T.P.". Wobei es zu letzterem bei "bing" keine Treffer gibt? (Komische Suchmaschine!)

    (Leider eine zum Teil; in so sensiblen Angaben; sehr mangelhafte Übersetzung aus dem ???(gute Frage? spanisch? englisch? oder doch chinesisch?))

    Aber wie gesagt! Ich möchte keine Wertung zum Thema hinterlassen, nur mal einige Bedenken zu dieser einen Seite anführen ;)

  • Bei einer kommerziellen Webseite ist die Angabe eines Impressum Pflicht!

    Bin nicht sicher, ob sich der Rest der Welt so wirklich verpflichtet fühlt Deutsches und EU-Recht auch wirklich einzuhalten. Was die großen Hersteller Seiten vielleicht noch berücksichtigen werden, trifft für kleine oder gar private Webseiten dann vielleicht gar nicht zu. Heißt jetzt aber noch lange nicht, dass dies dann per se alles kriminelle Webseiten sein müssen.

    Ein vorhandenes, aber falsches Impressum können Opfer auch in falscher Sicherheit wiegen. Auch nicht besser. Wird denn das Impressum einer Website von irgendeiner Stelle auf Richtigkeit überprüft? Wohl eher nicht.

    Nette Regeln, die für alle anderen zwar Mehrarbeit bedeuten, Kriminelle aber an nichts wirklich hindern.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

    Einmal editiert, zuletzt von Mavalok2 (11. September 2023 um 13:37)

  • @Imstell, wo Du recht hast, hast Du recht! Da war ich leider zur nächtlichen Stunde nicht mehr ganz wach. Ich hatte einfach keine Lust mehr, da noch mehr nachzuforschen. Sorry für dieses Missgeschick ....

    Yuna T. , Imstell hat völlig recht, man sollte eigentlich ein vollständiges Impressum erwarten. Wenn nicht vorhanden, Finger davon. Gut nur, dass Du da selbst aufgepasst hast.

    Pflichtangaben im Internet - Die Impressumspflicht
    Fast alle Betreiber von Internetseiten müssen Nutzern bestimmte Angaben über ihre Identität bereitstellen. Der Gesetzgeber hat dies im Telemediengesetz (TMG)…
    www.ihk.de

    Danke an Imstell für „Wachrütteln“. :S


    Nette Regeln, die für alle anderen zwar Mehrarbeit bedeuten, Kriminelle aber an nichts wirklich hindern.

    Das sehe ich allerdings auch so ....

    Fuck the „REGULATION (EU) 2019/1148“ of the European Parliament and of the Council! Denn Kunst und Wissenschaft wie auch Forschung und Lehre sind frei gemäß Art. 5 Abs. 3 GG.

    Erst wenn in Deutschland und in der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • @Imstell und JochenPankow ihr wart also beide auf der Seite und habt keine Bedenken bezüglich eure Sicherheit, darf ich fragen, wie ihr euer System schützt? Mit mehr oder weniger Aufwand als ich? Wobei ich die Antwort mir schon fast denken kann...

    Mavalok2 danke für deine Aussage, ich muss einfach daran Arbeit wieder ohne Angst das Internet nutzen zu können. Der Vorschlag mit der VM hört sich gar nicht so verkehrt an, wie newbie123 ihn gemacht hat. Und ist Sandboxie nicht was ähnliches? Weil bisher hab ich Sandbox gleich gesetzt mit VM, da darf man mich gerne mal kurz aufklären, wo dann der Unterschied liegt und welche gute Anbieter es beim Sandbox gibt.

    Aber diese 'Gaming' Seite sehe ich nun nicht als Malware Schleuder (Dazu gibt es keinen Grund), nur als unseriös, da sie ganz offenbar Artikel von anderen Webseiten klaut und wohl mit der Werbung auf ihrer Seite gelt verdient.

    P.S.: Und danke, ganz ehrlich, ich weiß dass ich seit ein paar Wochen etwas schwierig bin auf diesen Gebiet und bin sehr froh darüber, dass man mir in diesen Forum mit so viel Verständnis und Empathie entgegen kommt. Daher ganz großes Lob hier an die Moderatoren und die Gemeinschaft.

  • Kein Problem. Ist auch nicht ganz einfach, das Thema Sicherheit. Hier eine gute Balance zu finden ist ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Die meisten gehen eher in die andere Richtung und unterschätzen das Ganze und tun es oft als "unwichtig" oder "unproblematisch" ab. Bis sie dann eines besseren belehrt werden, was dann oft mit Datendiebstahl oder Datenverlust einher geht. Auch nicht gerade schön. Man muss es ja nicht immer zwingend auf die harte Tour lernen.

    Beim Virtualisieren wird ein ganzes Betriebssystem z.B. Windows 10 mit allen Programmen, Einstellungen und alles was sonst noch dazu gehört, virtuell nachgebildet. Virtuell deshalb, weil die virutelle Maschine nicht direkt auf der Hardware läuft. Dies bietet diverse verschiedene Vorteile, die man bei einem Betriebssystem, welches direkt auf der Hardware läuft, nicht hat, unter anderem mehrere Betriebssystem gleichzeitig auf einer Hardware laufen lassen zu können. Ist also quasi ein simulierter Computer mit Betriebssystem, der auf einem physischen Computer mit einem anderem Betriebssystem völlig unabhängig läuft.

    Bei einer Sandbox wird nur eine Anwendung in einer abgeschotteten Umgebung gestartet. Theoretisch darf hier nichts auch dies Sandbox heraus kommen. Ist vergleichbar mit einer Quarantäne-Station in einem Labor.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Hallo Yuna T.,

    nach einem Crash am Patch Day von MS im Juli hatte ich einfach die Schnauze voll von Windows 11. Das als Dual-Boot zusätzlich installierte Linux-Derivat lief dank UEFI-Bootmenü einfach unbeeindruckt weiter. ;)

    Also habe ich nach ca. 35 Jahren Windows den Rücken gekehrt und dachte: „Probierst mal, nur mit Linux auszukommen, nachdem ich all die Jahre hin und wieder damit experimentierte ....“. Kurz entschlossen SSD und HDD neu partitioniert und formatiert – ganz ohne Windows!

    Ubuntu 22.04 mit dem Desktop GNOME 42.x sauber und vor allem schnell installiert. Was soll ich sagen: Ich vermisse bis heute gar nichts! Alle wichtigen nativen Anwendungen waren schon vorinstalliert. Ein bisschen Feinschliff und die eine und andere benötigte native Anwendung nach installiert.

    Und das Ganze ganz ohne Antiviren-Software! Gibt es zwar auch für Linux gegen zu 99,5% Viren für Windows. Als ich noch das Dual-Boot mit Windows hatte, wurde eine rudimentäre native Antiviren-Software für Linux mitinstalliert. Sicherheits-Updates und sonstige Updates gibt es dort vernünftig dosiert in kleinen Häppchen die Woche über verteilt und nicht einen großen monatlichen Happen wie bei MS, wo dann öfters mal Schluckauf auftreten kann.

    Privat nutze ich schon seit Jahren keine Lizenzen für MS-Software, mit Ausnahme von Windows 10 und 11. Und Abo-Modelle unterstütze ich erst gar nicht.

    Was ich damit sagen möchte, es geht auch anders. Das heißt manchmal auch, auf das eine oder andere liebgewonnene / gewohnte Windows-Programm verzichten.

    Fuck the „REGULATION (EU) 2019/1148“ of the European Parliament and of the Council! Denn Kunst und Wissenschaft wie auch Forschung und Lehre sind frei gemäß Art. 5 Abs. 3 GG.

    Erst wenn in Deutschland und in der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Leider kann man nur einen "Like" vergeben. Deshalb hier: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Geht mir genauso, allerdings schon vor bald 10 Jahren privat auf Ubuntu umgestiegen, bzw. die eine oder andere Linux Distribution zusätzlich. Es gibt aber auch einfach so viele schöne Distros. Da kann man sich fast nicht entscheiden - wie ein Kind im Süßwarenladen. :)

    Gut, habe auch noch die eine oder andere Windows Kiste, aber die stehen eigentlich nur herum und machen mehr Ärger, als sie Nutzen bringen. Beruflich komme ich eben nicht an Windows vorbei, noch nicht, leider.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Hallo zusammen,

    interessante Diskussion mit einer wohltuend angenehmen Gesprächskultur - muss ja auch mal erwähnt werden.

    @Yuna T:

    Ich schlage vor, du verlegst deinen Fokus auf System- und Datensicherung. Lasse eine Datensicherung mitlaufen, die im Hintergrund oder bei jedem Hochfahren geänderte und neue Daten auf ein Sicherungslaufwerk kopiert. Das geht zum Beispiel über eine kleine batch-Datei, die im Autostart liegt, vollautomatisch:

    Ein Beispiel:

    Daten auf D:\Dokumente - Sicherungslaufwerk E:\

    • Editor öffnen und folgendes eingeben:
      xcopy D:\Dokumente\*.* G:\Dokumente\ /D /E /C /I /F /H /R /Y
    • Datei als save.bat abspeichern.
    • Dazu vorher den Dateityp auf "Alle Dateien" ändern:
    • Nun diese Datei in den Autostartordner kopieren:
      C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Startup
      Der Ordner ProgramData ist versteckt, kopiere einfach den obigen Pfad und füge ihn in die Explorer-Adresszeile ein

    In der Folge werden bei jedem Systemstart alle neuen und veränderten Dateien aus dem Ordner D:\Dokumente in den Ordner E:\Dokumente kopiert. Es wird dabei nicht synchonisiert - löscht du Dateien in D:\Dokumente, bleiben sie im Sicherungordner dennoch erhalten.

    Das ist keine effektive und sichere Sicherung, erledigt aber schon mal "bread & butter". Hinzu kommt eine Sicherungsstrategie, die dir deine Daten dauerhaft auf mehreren Medien sichert. Du findest im Netz viele Hinweise und Anleitungen zum Thema, ich möchte dir hier keine Linkliste posten, du solltest dich selbst damit beschäftigen und dich einlesen. Du findest hier bei heise eine ganz gutes FAQ zum Start.

    Mach dann ein Systemimage von deiner Systemfestplatte. Auch zum Thema Imaging gibt es gute Informationen im Netz und auch hier hilft zum Beispiel Linux.

    Und dann?

    Ja, dann lass ihn doch kommen, den üblen Virus. Lehn´ dich ganz entspannt zurück und sieh´ zu, wie er dein System zertrümmert. Nimm dir dann ein Tässchen deines Lieblingsgetränks und stell´ dann System und Daten in kurzer Zeit einfach wieder her. Mit einer solchen Strategie schläfst du möglicherweise ruhiger, hast dich von Befürchtungen abgelenkt und obendrein deine Daten effektiv gesichert.

    Und zum Schutz gegen Computerbetrug...

    Fast alle erfolgreichen Maschen setzen Unachtsamkeit und Unvorsichtigkeit voraus. Ernsthaft - da mache ich mir bei dir wirklich keine Sorgen.

    Wie es Jochen oben bereits bemerkt hat:

    [...]„100%ige“ Sicherheit oder eine perfekte „Brandmauer“ gab es noch nie und wird es nie geben.[...]

    Lieben Gruß

    Tunarus

  • Moin,

    was ich noch anmerken möchte.

    Für ein Windows in einer virtuellen Maschine ist dann allerdings eine extra Lizenz nötig.

  • Würde ich aber aus sicherheitstechnischen Gründen nicht empfehlen. Sondern besser ein anderes Betriebssystem virtualisieren.

    Eine gute und kostenlose Möglichkeit Daten und System mit unterschiedlichen Ständen zu sichern wäre z.B. Veeam Agent for Windows:

    Kostenloses Windows-Backup für Endgeräte, Server und Desktops – mit Veeam
    Einfaches und kostenloses Windows-Backup für cloudbasierte und physische Server, Desktops, Endgeräte und mehr Windows-Workloads schützen mit Veeam Agent for…
    www.veeam.com

    Allerdings kann man in der kostenlosen Version nur einen Auftrag erstellen. Will man mehr, wird ein Betrag fällig.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Tunarus , @Strandgut , Mavalok2 erstmal vielen Dank für eure weiteren Beiträge.

    Also um die Sicherheit der Daten mach ich mir wenig Sorgen, da ich bereits vor Jahren damit angefangen habe, alle Daten zu sichern, die wichtig sind. Savegames und Co. braucht kein Mensch zu sichern (macht eh die Cloud von Steam, EpicGames und Co. und es sind Spiele-Daten, dann spielt man es eben nochmal - wichtiger sind Dokumente, die Sachen der Ausbildung, des Studiums und Co.) und da sichere ich immer wieder.

    Meine Angst ist, dass sich auf eine solche Sicherung ein Virus mit einschleust und meine Daten ausspioniert. Sprich meine Passwörter für eMail, Netflix, und Co., das ist eigentlich meine größte Angst sogar. Weil nicht überall gibt es die 2 Faktor Verifizierung.

    @Strandgut , hab ich mir schon gedacht. Aber 12 Euro (soviel kostet aktuell eine Lizenz für Windows 10) ist für mein Seelenheil nun nicht die Welt und wäre eine kleine Bestellung bei der Pizzeria. Das wird mir die Sache auf jeden Fall wert seien. Aber danke für den Hinweis :) Braucht man für eine Sandbox eigentlich auch nochmal eine neue Lizenz?

    Würde ich aber aus sicherheitstechnischen Gründen nicht empfehlen. Sondern besser ein anderes Betriebssystem virtualisieren.

    Mavalok2 , darf ich fragen was genau? Die VM, die BAT-Datei? Da fehlt mir gerade etwas der Kontext.

  • Wenn Sicherheit oberste Priorität hat, dann würde ich nicht mit dem selben Betriebssystem nochmals eine virtuelle Maschine erstellen, also auf ein Windows Hostsystem eine virtuelle Maschine mit Windows erstellen. Diversität ist nun mal einfach stärker als Monokultur. Sprich: Eine Windows Schadsoftware kann sich nicht oder eher sehr schlecht auf einem Linux oder MacOS verbreiten oder umgekehrt.

    Ein anderer Ansatz ist, die virtuelle Maschine - oder auch physische - als "sicheren" PC zu verwenden. Viel verwenden so einen um z.B. Banking darauf zu machen. Gibt sogar speziell gehärtet Linux Distributionen, die genau darauf ausgelegt sind. Die haben dann teilweise nicht so viele Funktionen und Programme installiert, alles für maximale Sicherheit.

    Windows: 10 - 11 | Linux: LMDE - Ubuntu - Lubuntu - Debian - RaspiOS | macOS: OCLP Sequoia | ChromeOS

  • Braucht man für eine Sandbox eigentlich auch nochmal eine neue Lizenz?

    Mit dem oben verlinkten Sandboxie kenne ich mich nicht aus, ich denke aber eher nicht.

    Wenn du eine Windows pro Version hast, ist da eine Sandbox eingebaut, muss nur aktiviert werden. Die braucht keine extra Lizenz, ist ein Bestandteil von Windows.

    Große Sprünge kannst du damit allerdings nicht machen. Zum Surfen und mal was probieren ist die aber gut.

  • Hallo,

    • nein, für eine Sandbox brauchst Du keine eigene Lizenz, die wird nur bei einer virtuellen Maschine benötigt.
    • Wenn Du Dich für eine virtuelle Maschine entscheidest, danke mal über Linux zum Surfen nach. Wenn es doch Windows werden soll, dann achte bitte darauf, dass Du nicht nur einen Key kaufst, sondern auch eine Lizenz.
    • Die Windows Sandbox ist ein Ressourcenfresser (zumindest damals bei mir gewesen). Maus träge, Startmenü träge, Alles träge.

    CU

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